Lesung / Diskussion Kristina Dunker. Bevor er es wieder tut

Fragment, Buchcover "Bevor er es wieder tur" © dtv

Do, 29.11.2018

Goethe-Institut Riga

Torna iela 1
(Eingang Klostera iela)
LV-1050 Riga

Fragment, Buchcover "Bevor er es wieder tur"

Im Rahmen des Themenraums „Auf falschen Fährten – Kriminalliteratur als Spiegel der Gesellschaft“

Eigentlich wollte Johanna den Sommer dazu nutzen, endlich zu vergessen. Doch dann liest sie von der vierzehnjährigen Kim, die zwei Tage verschwunden war und fast nicht überlebt hätte – und Johanna weiß: Will sie verhindern, dass der Täter sich weitere Opfer sucht, muss sie endlich ihr Schweigen über das, was letzten Sommer geschehen ist, brechen ...
 
In diesem Roman geht es um ein schmerzliches Thema – sexuelle Gewalt und die Traumata, die sie verursacht. Die Figuren sind Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren, und sie alle sind auf unterschiedliche Weise mit dieser traumatischen Erfahrung in Berührung gekommen. Kristina Dunker betrachtet dieses schwerwiegende Problem aus verschiedenen Blickwinkeln: Sie zeigt Situationen, in denen sich der Täter sein Opfer sucht, sowie seine Annäherungsversuche, Anzeichen und Gefühle, die auf die drohende Gefahr hinweisen, und beschreibt den Angriff, die Entführung der Mädchen und die darauffolgende Gewalt sowie die Rettung.
 
Dieses Buch ist ganz sicher nicht nur ein „Mädchenroman“, denn er befasst sich aus vielen Perspektiven mit diesem gesellschaftlichen Problem und zeigt dabei auch mögliche Lösungsansätze auf.
 
Im Anschluss der Lesung findet eine Diskussion statt.
Die Gäste – Kristina Dunker, Psychologin Pārsla Bukša und Rozīte Katrīna Spīča (Moderation) unterhalten sich über das Thema und Aspekte des Buches.
 
Kristina Dunker (geb. 1973 in Dortmund) ist die Autorin vieler Kinder- und Jugendbücher. Sie hat Kunstgeschichte und Archäologie studiert. Ihre Werke sind mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet.
 
Pārsla Bukša ist als klinische Psychologin tätig, gibt individuelle Beratungsstunden und arbeitet im Zentrum zur Unterstüzung von Kindern und Familien in Allaži. Ihre Hauptaufgabe dort ist das Erstellen von psychologischen Gutachten für Kinder, die Opfer von Gewalt geworden sind.

Rozīte Katrīna Spīča studiert im Master an der Lettischen Kulturakademie und ist im Bereich der interkulturellen Kommunikation aktiv. Sie organisiert sowohl Seminare für die Deutschbaltische Studienstiftung als auch Veranstaltungen für den Jugendverein der Lettischen Gesellschaft Riga, außerdem bereist sie im Rahmen eines Projekts zu Ehren des 100-jährigen Staatsjubiläums Lettlands Schulen im ganzen Land und gibt dort Konzertvorlesungen und internationale Integrationsseminare für Jugendliche. Desweiteren spielt Rozīte mehrere traditionelle Instrumente und ist Solistin in einem Ensemble für lettische Folkloreaufführungen.

 

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