Film Oh Boy

Oh Boy Titelbild © Schiwago Film

Do, 25.04.2019

Kaņepes Kulturzentrum

Skolas iela 15
Riga

Kino AUGUSTS

Regie: Jan Ole Gerster, Deutschland 2012, schw./weiß, 85 Min
Darsteller: Tom Schilling, Marc Hosemann, Friederike Kempter, Andreas Schröders u.a.
 
FSK ab 12 freigegeben
 
„Kennst du das Gefühl, dass dir die Leute um dich herum merkwürdig erscheinen? Und je länger du darüber nachdenkst, desto klarer wird dir, dass nicht die Leute, sondern du selbst das Problem bist?“

Niko Fischer lebt eigentlich immer nur in den Tag hinein. Der Berliner hat sein Studium einfach auf Eis gelegt und dies vor seinem strengen Vater verheimlicht, denn so kassiert er immer noch jeden Monat das Geld von ihm und kann so seinen Lebensunterhalt bestreiten. Er selbst fühlt sich gerade wie in einer Orientierungsphase, hat zwar keinen Job, aber sucht doch nach seinem Platz in der modernen Gesellschaft. Dann kommt jedoch der Tag, an dem sein gesamtes Leben wie ein Kartenhaus über ihm zusammenbricht. Seine Freundin verlässt ihn überraschend und außerdem streicht sein Vater ihm am gleichen Tag die monatlichen Überweisungen. Als er dann denkt, es kann nicht schlimmer kommen, bescheinigt ihm sein Psychologe auch noch eine „emotionale Unausgeglichenheit“, wodurch er die Hoffnung, seinen Führerschein zurückzubekommen, endgültig begraben kann. Darüber hinaus liegt ihm noch sein Nachbar mit seinen Problemen in den Ohren, für die Niko aber im Moment eigentlich gar kein Gehör und Interesse hat. Der Tag ist ruiniert. Aber als er dann seine ehemalige Mitschülerin Julika wiedertrifft, erlebt der Katastrophentag doch noch einmal eine überraschende Wendung!
OH BOY ist das selbstironische Portrait eines jungen Mannes und der Stadt, in der er lebt - Berlin. In eindringlicher Schwarz-Weiß-Ästhetik changiert OH BOY zwischen Melancholie und Humor und zeigt die Suche des Protagonisten nach seinem Platz in der Welt, in der eigentlich alles möglich ist.
 
Die Filmvorführungen finden im Rahmen des Projektes „Kino AUGUSTS“ statt. Das Art House Kino Projekt „Kino Augusts“, dessen Entstehung durch das Kinofestival „Arsenāls“ inspiriert wurde, bereichert fortan das kulturelle Programm des Kaņepes Kulturzentrum. Das klare Ziel von Kino Augusts ist, europäischen Film für ein internationales Publikum in Riga zugänglich zu machen. Dies wird durch ein Repertoire, bestehend aus Filmen verschiedenster Länder, Genres und Sprachen ermöglicht.

Goethe-Institut Riga in Zusammenarbeit mit dem Kaņepes Kulturzentrum in Riga

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