Lesung „Am Ende bleiben die Zedern“ von Pierre Jarawan

„Am Ende bleiben die Zedern“ von Pierre Jarawan Foto: Goethe-Institut/Sonja Hanbuch

Do, 24.10.2019

Online / GI Riga

„Am Ende bleiben die Zedern“ von Pierre Jarawan

Lesung/Gespräch

Am 24.10. liest Pierre Jarawan aus seinem Debütroman „Am Ende bleiben die Zedern“ vor. Die Lesung wird simultan vom Deutschen ins Lettische übersetzt und im Anschluss gibt es ein Gespräch mit Evija Veide, Verlegerin und Leiterin des Bücherverlags „Latvijas Mediji“.

Samir ist auf einer Reise, die Gegenwart und Vergangenheit verbinden soll: Er will endlich die Wahrheit über seinen Vater erfahren, der die Familie vor zwanzig Jahren ohne eine Nachricht verlassen hat. Mit einem rätselhaften Dia und den Erinnerungen an die Geschichten seines Vaters im Gepäck macht der junge Mann sich in den Libanon auf, das Geheimnis zu lüften. Seine Suche führt ihn durch ein noch immer gespaltenes Land, und schon bald scheint Samir nicht mehr nur den Spuren des Vaters zu folgen. Vielmehr ist es, als seien die Figuren aus dessen Geschichten real geworden. Sie bringen Samir einer Lösung näher, die seine kühnsten Vorstellungen übersteigt. Vor dem Hintergrund des dramatischen Schicksals des Nahen Ostens erzählt Pierre Jarawan eine phantasievolle, berührende und wendungsreiche Geschichte über die Suche nach den eigenen Wurzeln.

Pierre Jarawan wurde 1985 als Sohn eines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter in Amman, Jordanien geboren, nachdem diese vor dem Bürgerkrieg geflohen waren. Im Alter von drei Jahren kam er mit seiner Familie nach Deutschland. Seit 2009 zählt er zu den erfolgreichsten Bühnenpoeten im deutschsprachigen Raum. 2012 wurde er Internationaler Deutschsprachiger Meister im Poetry Slam. "Am Ende bleiben die Zedern" ist sein Romandebüt, für das er 2015 das Literaturstipendium der Stadt München erhielt. Pierre Jarawan lebt in München.

Die Diskussion ist die erste Veranstaltung des Themenraums „Übersetzungen entdecken! Deutschsprachige Bücher in lettischer Übersetzung“. Im Mittelpunkt des Themenraums stehen Bücher, Schriftsteller/innen, Übersetzer/innen und Verleger/innen. Bis Februar nächsten Jahres präsentieren wir in der Bibliothek eine sich ständig wandelnde Ausstellung der Übersetzungen der letzten zehn Jahre unter dem Titel “Deutsch→Latviski”. Am 2. Oktober findet in der Bbliothek eine Diskussion über das Verlegen übersetzter Literatur in Lettland statt. Am 16. Oktober 2019 laden wir Schüler/innen und Studierende zur Veranstaltung „ü.t.t. – übersetzen, tulkot, translate“ ein, bei der man interaktiv die vielseitigen Aspekte des Übersetzerberufs kennen lernen kann. Bis zum 2. November 2019 präsentieren wir im Foyer des Instituts die Plakat- und Buchausstellung „Von allem Anfang an“, die der deutschen Kinder- und Jugendliteratur gewidmet ist.

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