Lesung "Fronten" von Leonhard F. Seidl

"Fronten" von Leonhard F. Seidl © Goethe-Institut

Do, 27.02.2020

Goethe-Institut Riga

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(Eingang Klostera iela)
LV-1050 Riga

"Fronten" von Leonhard F. Seidl

Ein bosnischer Waffensammler läuft Amok, ein "Reichsbürger" sinnt auf Rache und eine muslimische Ärztin gerät zwischen die Fronten - Der Kriminalroman „Fronten“ beruht auf einem wirklichen Fall von dreifachem Polizistenmord in Oberbayern. Geschickt verknüpft der Autor Leonhard F. Seidl Fiktion mit Wirklichkeit, Geschichte mit Gegenwart.

Am 27.02. liest Leonhard F. Seidl Fragmente aus seinem Krimi "Fronten" und unterhält sich mit der Kulturjournalistin Ingvilda Strautmane.

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Die kurdische Ärztin Roja Özen ist vorbildlich integriert in der oberbayerischen Kleinstadt Auffing. Doch dann erschießt der Bosnier Ayyub Zlatar, als Kind aus Srebrenica geflohen, auf der Wache drei Polizisten – und verschont die anwesende Roja. Alles sieht nach einem Anschlag des IS aus. Roja wird als Komplizin verdächtigt, verliert Patienten, Mann und Freunde. Markus Keilhofer, aufgewachsen bei seinen Großeltern, fanatischen »Reichsbürgern«, will Muslime für das Blutbad büßen lassen. Als er bewaffnet in eine Moschee stürmt, stellt Roja sich ihm in den Weg …

„Fronten“ ist inspiriert von einem wahren Fall aus dem Jahr 1988. Im oberbayerischen Dorf erschoss ein Mann aus Jugoslawien drei Polizisten, was eine Welle fremdenfeindlicher Reaktionen auslöste. Bis heute hält das Landratsamt Erding Schriftstücke über den Fall unter Verschluss.

Leonhard F. Seidl, geboren 1976 in München, ist Schriftsteller und Sozialarbeiter. Er hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, u.a. für seine Arbeit »Beschriebene Blätter – kreatives Schreiben mit straffälligen Jugendlichen«, wofür er freiwillig im Knast saß. Für Fronten bekam Seidl mehrere Stipendien, u. a. war er Stipendiat der Romanwerkstatt Literaturforum im Brecht-Haus sowie der Bayerischen Akademie des Schreibens im Literaturhaus München. Jetzt lebt er in Fürth und arbeitet als Dozent für Kreatives Schreiben und als Schriftsteller.

Die Lesung ist eine Veranstaltung des Themenraums „Übersetzungen entdecken! Deutschsprachige Bücher in lettischer Übersetzung“. Im Mittelpunkt des Themenraums stehen Bücher, Schriftsteller/innen, Übersetzer/innen und Verleger/innen. Bis Februar präsentieren wir in der Bibliothek eine sich ständig wandelnde Ausstellung der Übersetzungen der letzten zehn Jahre unter dem Titel “Deutsch→Latviski”.

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