Powidoki - Nachbilder
Polen

Powidoki © Andrzej Wajda

Powidoki - Nachbilder

Polen in den letzten Jahren der Stalin-Diktatur, die um 1950 ganz Osteueropa in ihrem eisernen Griff hält. Der Maler und Kunsttheoretiker Wladyslaw Strzeminski, der mit seinen abstrakten Bildern als der bedeutendste Vertreter der polnischen Moderne gelten kann, führt einen verzweifelten Kampf gegen die bornierten ideologischen Vorschriften, die das kommunistische Regime den Künstlern aufzwingt.

Es verlangt von ihnen „sozialistischen Realismus“,  das heißt Werke, die der „Revolution dienen“ und die Welt der Arbeiterklasse verherrlichen. Die internationale Moderne wird als „bürgerlich-dekadent“ verunglimpft, als Kunst des westlichen Kapitalismus und als „Verrat am Sozialismus“. Was bleibt, ist Kunst als Instrument der kommunistischen Propaganda.

Während die Studenten ihren Professor Strzeminski, der im Krieg einen Arm und ein Bein verloren hat, wie einen Helden verehren, entzieht das Regime ihm die Lehrerlaubnis, entfernt ihn aus dem Künstlerverband und lässt zwielichtige Gestalten seine Werke in Museen und Galerien zerstören. Nunmehr ohne Einkommen, nur unterstützt von seiner Tochter, malt er in seinem armseligen Atelier weiter. Zum Überleben bleibt ihm schließlich nichts anderes übrig, als entwürdigende Gelegenheitsarbeiten anzunehmen…

Podiwoki ist der letzte Film, den Andrzej Wajda kurz vor seinem Tod im Oktober 2016 mit 90 Jahren fertigstellte. Wajda ist der international bekannteste Regisseur Polens, der für sein großes, politisch sehr engagiertes Film- und Theaterschaffen viele Auszeichnungen erhielt, darunter den Ehren – Oscar (2000) und den Goldenen Bären der Berlinale (Berlin Filmfestival).