Bob, der Streuner
England

Bob, der Streuner © Roger Spottiswoode

Bob, der Streuner

Filme geben das wieder, was Regisseure und Schauspieler für erzählenswert halten. Dennoch sind Geschichten von Menschen, die Obdachlosigkeit und Drogenabhängigkeit durchlebt haben, eher spärlich gesät. Vor allem, wenn diese es geschafft haben und die Geschichte ihre Befreiung von der Sucht mit eigenen Worten erzählen. Bob, der Streuner ist genau so ein Fall: Die Verfilmung von James Bowen’s Bestseller-Memoiren bringt die berührende Geschichte einer zweiten Chance auf die Kinoleinwand.

Schon mit 17 Jahren hat James angefangen Drogen zu nehmen. Heute hat ihn seine Familie längst aufgegeben. Aufgezehrt von endlosen Entzugsprogrammen und der Zurückweisung seines Vaters, schlägt er sich durch mit seiner Gitarre und seinen Songs auf den Straßen Londons. Obwohl er kaum genug Geld für sich selbst zusammen bekommt, erbarmt er sich eines Geschöpfes, das ebenso verlassen und angeschlagen ist wie er selbst. Bob, eine verletzte Katze, revanchiert sich für diese selbstlose Tat mit langanhaltender Freundschaft. Einer Freundschaft, die James durch den Kampf gegen die Drogen trägt und ihm hilft seinen Weg zurück ins Leben zu finden.

Diese Liebe zwischen Mensch und Tier hat sowohl britische als auch internationale Bestsellerlisten im Sturm erobert. Bob, die Katze, ist der Rettungsring, der James aus der harten Realität eines Lebens auf der Straße zieht. Und gleichzeitig eine Erinnerung an die vielen vom System Abgehängten, die noch nicht einmal einen kleinen tierischen Freund an ihrer Seite haben.