Truman
Spanien

Truman © Cesc Gay

Truman

Julián ist ein gefeierter Theaterschauspieler und lebt in der spanischen Hauptstadt Madrid. Er hat Krebs im Endstadium und nach einer erfolglosen Chemotherapie beschließt er, seine letzten Lebensmonate nicht im Krankenhaus zu verbringen, auch wenn so jede noch so kleine Chance auf Heilung dahin ist.

Als sein Jugendfreund Tomás wie aus dem Nichts auftaucht, verbringen die beiden vier emotionale Tage voller Höhen und Tiefen miteinander, die durch den nahenden Tod Juliáns geprägt sind. So ist schon das erste Zusammentreffen überschattet von Juliáns endgültiger Entscheidung, jede medizinische Behandlung aufzugeben: Es stellt sich heraus, dass Tomás im Stillen gehofft hatte, seinen Freund zu überzeugen, um mehr Zeit zu kämpfen. Als er jedoch versteht, dass dieser seine Entscheidung nicht ändern wird, beschließt er, ihn still zu begleiten. Er beobachtet wie Julián Abschied nimmt von seinem Sohn und den Kollegen am Theater und beginnt zu verstehen, warum dieser sein Leben in Würde beenden möchte. Die einzige Aufgabe, die Julián noch bleibt, besteht darin, ein Zuhause für seinen engsten Lebenspartner zu finden: die treue Bulldogge Truman, die dem Film seinen Namen gibt.

Mit seinem Portrait einer tiefen Freundschaft im Angesicht des Todes, hat Regisseur Cesc Gay große Erfolge beim Goya-Filmpreis gefeiert, der renommiertesten Filmauszeichnung Spaniens. Die herausragende Besetzung und die ergreifende Darbietung der beiden Hauptdarsteller, die die Schwere einer unbesiegbaren Krankheit und den Kampf um die menschliche Würde bis zum Schluss ohne Kitsch auf die Leinwand bringen, haben Truman beeindruckende fünf der begehrten Trophäen beschert.