Underdog
Schweden

Underdog © Ronnie Sandahl

Underdog

Die 23-jährige Dino lebt in Oslo. Ihre Heimat Schweden hat sie wegen der hohen Jugendarbeitslosigkeit verlassen, um in der florierenden Hauptstadt Norwegens Arbeit zu finden. Auf sie gewartet hat dort niemand: sie schlägt sich mit schlecht bezahlten Gelegenheitsjobs durch und wohnt zusammen mit einer ganzen Gruppe junger Schweden in einer sehr beengten Wohngemeinschaft.
 

 Als sie sich den Arm bricht, scheitert auch der nächste Job in einem Sushi-Restaurant. Doch Steffen, der Restaurantbesitzer und ehemalige Tennisprofi, braucht dringend ein Kindermädchen. Dino bietet ihre Hilfe an und gelangt unvermittelt in die fremde bürgerliche Welt einer schönen Villa.  Steffen erzieht dort seine beiden Töchter alleine:  ein kleines Mädchen und eine eher unglückliche Jugendliche. Die Mutter der Kinder arbeitet als Architektin in Afrika. Schnell weckt die Schwedin mit ihrer offenen und freundlichen Art das Interesse von Vater und Kindern. Mit allen dreien entwickelt sich ein besonderes Verhältnis ein. Dino wird zum Gegenstand von Sehnsüchten und beginnt, sich selbst nach einem anderen, besseren Leben zu sehnen….

„Underdog“ ist eine teils feinfühlige und zugleich rauhe Geschichte von Privilegien und Sehnsüchten, von Zuneigung und Abhängigkeit. Der Film spiegelt auf zugleich humorvolle und dann doch gnadenlose Weise das Dominanzverhältnis zwischen Norwegen und Schweden.  Während der größere Nachbar von der Wirtschaftskrise schwer getroffen wurde, erfreut sich Norwegen der reichen Ölvorkommen in der Nordsee. Dass der Film In beiden Ländern mit außergewöhnlicher Aufmerksamkeit bedacht wurde, zeigt, dass er ganz offensichtlich einen Nerv getroffen hat im Verhältnis der beiden skandinavischen Länder.