Die süße Gier
Italien

Die süße Gier © Paolo Virzí

Die süße Gier

Ein Radfahrer wird nachts auf winterlicher Landstraße angefahren und schwer verletzt. Der Fahrer des Unfallwagens flüchtet. In drei Kapiteln, die jeweils die gleiche Geschichte aus verschiedener Perspektive erzählen, klärt der Film das tragische Geschehen Schritt für Schritt auf.
 

Im Mittelpunkt stehen zwei Familien in einer norditalienischen Provinzstadt nahe Mailand: die des reichen Finanzspekulanten Bernaschi, der mit Frau und Sohn in einer luxuriösen Villa residiert; auf der anderen Seite die des erfolglosen Immobilienhändlers Ossola, dessen Tochter Serena mit dem jungen Massimo Bernaschi liiert ist.  Diese Verbindung gibt Ossola die Gelegenheit, Bernaschi  zunächst als Tennispartner näher zu kommen und  sich sodann – unter Einsatz seiner gesamten Habe - in einen von dessen Hedgefonds einzukaufen. Dass dieses riskante Geschäft schließlich zu scheitern droht, gibt dem Film seine Dynamik.  Zum Knotenpunkt der Handlung wird eine Weihnachtsfeier an der Schule der beiden Jugendlichen, bei der alle Beteiligten des Dramas zusammenkommen. Auf der Heimfahrt geschieht der Unfall. Das Opfer ist einer der Kellner, die bei der Feier bedienen. Doch wer ist der flüchtige Fahrer?

Paolo Virzi gelingt eine spannende und kritische Sozialstudie in Zeiten der Wirtschaftskrise, die sämtliche menschlichen Beziehungen durchdringt und zu verderben droht. Es ist der Traum vom schnellen Reichtum, von dem die einen profitieren, während andere ihn auf grausame Weise bezahlen.  Der Film wurde in Italien mit einer ganzen Serie von Preisen geehrt, darunter der angesehene Premio David di Donatello.
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