Fotografie- und Kreativlabor Ulan Bator

 Prof. Erdenetsogt Sonintogos, Präsidentin der Mongolian State University of Arts and Culture, und Michael Heinst, Leiter des Goethe-Instituts Mongolei, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags
Prof. Erdenetsogt Sonintogos, Präsidentin der Mongolian State University of Arts and Culture, und Michael Heinst, Leiter des Goethe-Instituts Mongolei, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags | © Foto: A.Khishignyam

Im Februar unterzeichneten die Mongolian State University of Arts and Culture und das Goethe-Institut Mongolei einen Kooperationsvertrag zur Einrichtung eines Fotografie- und Kreativlabors in Ulan Bator. Damit entsteht in den nächsten zwei Jahren ein innovativer Raum für Studium, Austausch und Vernetzung.

Fotografie gewinnt in der Mongolei immer mehr an Bedeutung: Junge Mongolen suchen nach eigenen künstlerischen Ausdrucksformen, eine lebendige Fotografieszene strebt nach Austausch und Vernetzung und Fotografen sind gefragt – im Journalismus wie in der Wirtschaft. Bisher gibt es jedoch keine formalen Ausbildungsmöglichkeiten für Fotografinnen und Fotografen in der Mongolei.
                                   
Deshalb ist es das Ziel des Goethe-Instituts Mongolei, in Kooperation mit der Mongolian University of Arts and Culture (MSUAC), der wichtigsten Kunsthochschule des Landes, einen Fotografiestudiengang aufzubauen und dauerhaft zu etablieren. Dazu wird ein Fotografielabor mit moderner Technik in den Räumen der Universität eingerichtet. Das Studium beginnt im September 2019.
 
Der Aufbau des Studiengangs, die Entwicklung des Curriculums und die Einrichtung des Fotografielabors erfolgt unter fortlaufender Beratung der deutschen Partnerhochschule FH Dortmund. Die Kooperation zwischen MSUAC und FH Dortmund besteht seit 2012 – initiiert und mitgestaltet durch die deutsch-mongolische NGO Urban Nomads // Nomad Citizens, die das Projekt von Anfang an begleitet hat.
 
Aufbauend auf dem Fotografiestudiengang wird an der Universität ein Kreativlabor etabliert: Vorträge und Workshops von Gastdozenten, Künstlern und Experten aus dem In- und Ausland ermöglichen den Nachwuchsfotografen zukünftig Austausch und Vernetzung und unterstützen sie bei der Entwicklung künstlerischer und beruflicher Perspektiven.
 
In Zusammenarbeit mit dem Monsudar Verlag in Ulan Bator fördert das Goethe-Institut Mongolei außerdem die Übersetzung von Fotografie-Fachbüchern. Im Herbst 2019 erscheint die mongolische Übersetzung von Stephen Shores „The Nature of Photographs“ bei Monsudar. 
                  
Um den deutsch-mongolischen Austausch im Bereich Fotografie nachhaltig zu stärken, richtet das Goethe-Institut Mongolei ab 2020 ein Fotografie-Residenzprogramm in Ulan Bator ein.