Retrospektive Rainer Werner Fassbinder Welt am Draht

​Von Rainer Werner Fassbinder, BRD, 1973, 1a parte: 102 min/2a parte: 108 min, DCP

Welt am Draht
Regie Rainer Werner Fassbinder
Drehbuch Fritz Müller-Scherz, Rainer Werner Fassbinder, según Simulacron-3 von Daniel F. Galouye
Hauptdarsteller Klaus Löwitsch; Mascha Rabben ; Karl-Heinz Vosgerau; Adrian Hoven; Ivan Desny; Barbara Valentin; Günter Lamprecht; Wolfgang Schenck; Margit Carstensen; Ulli Lommel; Joachim Hansen; Kurt Raab; Rudolf Lenz; Heinz Meier; Peter Chatel
Kamera Michael Ballhaus
Schnitt Marie Anne Gerhardt
Produktionsfirma Westdeutscher Rundfunk
Premiere 1973

Das wichtigste Projekt im Institut für Kybernetik und Zukunftsforschung ist Simulacron 1 – ein elektronisches Monstrum, das die herkömmliche Computertechnologie auf eine neue Stufe heben soll. Simulacron kann, wenn es funktionsfähig geworden ist, gesellschaftliche, ökonomische und politische Vorgänge der Zukunft derart exakt voraussagen, als fänden sie hier und heute statt, als seien sie Wirklichkeit. Somit kann Simulacron zur Verbesserung der zukünftigen Lebensverhältnisse eingesetzt werden, oder eben für weitaus dunklere und eigennützigere Vorhaben.

Initiator und Leiter des Forschungsprojekts ist Professor Vollmer (Adrian Hoven). Er stirbt unter rätselhaften Umständen – man einigt sich schnell auf Selbstmord, hat er doch kurz vor seinem Tode Zeichen einer eigenartigen geistigen Verwirrung an den Tag gelegt. Siskins (Karl Heinz Vosgerau), allmächtiger Chef des Instituts, macht Dr. Stiller (Klaus Löwitsch) zu dessen Nachfolger, den engsten Mitarbeiter des Verstorbenen. Aber bald registrieren die Kollegen auch an Stiller merkwürdige Symptome.

Welt am Draht spielt in einer künstlichen Welt und in einer künstlichen Zeit – eine Fiktion, eine Hypothese, ein Denkmodell, nicht mehr. Und nicht weniger.  

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