Retrospektive Rainer Werner Fassbinder Chinesisches Roulette

Von Rainer Werner Fassbinder, BRD/Frankreich, 1976, 86 Min, DCP

Chinesisches Roulette
Regie Rainer Werner Fassbinder
Drehbuch Rainer Werner Fassbinder
Hauptdarsteller Margit Carstensen (Ariane Christ), Anna Karina (lrene), Alexander Allerson (Gerhard Christ), Ulli Lommel (Kolbe), Andrea Schober (Angela), Macha Méril (Traunitz)
Kamera Michael Ballhaus
Schnitt Ila von Hasperg, Juliane Lorenz
Produzent Michael Fengler
Produktionsfirma Albatros / Les Films du Losange
Premiere 1976

Die Geschichte eines langen Wochenendes in der Abgeschiedenheit eines fränkischen Schlosses. Auf dem gemeinsamen Besitztum treffen sich die Ehepartner Ariane (Margit Carstensen) und Gerhard Christ (Alexander Allerson) mit ihren jeweiligen Geliebten Irene (Anna Karina) und Kolbe (Ulli Lommel) überraschend wieder, nachdem sie sich angeblich auf Geschäftsreise in verschiedene Himmelsrichtungen begeben hatten. Das Schloss wird in Ordnung gehalten von der intriganten Haushälterin Kast (Brigitte Mira) und deren Sohn Gabriel (Volker Spengler). Völlig unerwartet kommen auch noch die gehbehinderte Tochter von Ariane und Gerhard, Angela (Andrea Schober), und deren stumme Erzieherin Traunitz (Macha Méril) auf dem Schloss an.

Eine seltsame, von Hass, Misstrauen, Eifersucht, Neid und Sadismus beherrschte Gesellschaft, in der das Kind aus verletzter Liebe und gekränktem Selbstgefühl die Konflikte dieser spannungsgeladenen Runde auf die Spitze treibt: Es lässt alle das „Chinesische Roulette“ spielen, ein Wahrheitsspiel. Die verdrängten Affekte und die jahrelang aufgestaute Unzufriedenheit rufen die Explosion hervor. Ein Schuss fällt.

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