Retrospektive Rainer Werner Fassbinder Die bitteren Tränen der Petra von Kant

Von Rainer Werner Fassbinder, BRD, 1972, 124 Min., DCP

Die bitteren Tränen der Petra von Kant
Regie Rainer Werner Fassbinder
Drehbuch Rainer Werner Fassbinder (nach seinem Theaterstück)
Hauptdarsteller Margit Carstensen (Petra von Kant), Hanna Schygulla (Karin Thimm), Irm Hermann (Marlene), Eva Mattes (Gabriele von Kant), Katrin Schaake (DSidonie von Grasenabb), Gisela Fackeldey (Valerie von Kant)
Kamera Michael Ballhaus
Schnitt Thea Eymèsz
Produktionsfirma Tango-Film, München
Premiere 1972

Ein Krankheitsfall
Die erfolgreiche Modeschöpferin Petra von Kant (Margit Carstensen) lebt in einem opulent eingerichteten Wohn-Atelier, zusammen mit ihrer Assistentin und Dienerin Marlene (Irm Hermann), die wortlos alle Befehle ausführt und alle Launen über sich ergehen lässt. Aus erster Ehe hat sie eine Tochter (Eva Mattes), von ihrem zweiten Mann ist sie geschieden.

Petra verliebt sich in die gut zehn Jahre jüngere Karin (Hanna Schygulla), und sie will sie ganz für sich haben. Karin möchte zwar die vermögende Petra ausnutzen, aber auch ihre eigene Unabhängigkeit bewahren. Als ihr Mann, der in Australien war, sich überraschend meldet, kehrt sie zu ihm zurück.

Petra verzweifelt. Allmählich beginnt sie zu verstehen: „Ich habe Karin gar nicht geliebt, ich habe sie nur besitzen wollen.“ Sie bietet ihrer Sekretärin Marlene, die sie bisher wie einen Gegenstand behandelt hatte, Zusammenarbeit, Freiheit, Spaß an. Aber Marlene packt wortlos ihren Koffer und geht.  

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