Coming out

Regie Heiner Carow, DDR, Fiktion, 1989, 112 Min.

Coming out

Ostberlin, gegen Ende der achtziger Jahre: Philipp, ein junger Lehrer, beginnt eine Liebesbeziehung mit seiner Kollegin Tanja. Seine wirkliche sexuelle Neigung hat er jahrelang verheimlicht, bis in ihm die Wiederbegegnung mit seinem einstigen schwulen Freund Jacob die unterdrückte Sehnsucht erneut bewusst macht. In einer Schwulenkneipe lernt Philipp Matthias kennen und verliebt sich in ihn. Von da an führt der Lehrer ein Doppelleben: Tanja soll nichts von Matthias erfahren, vor Matthias hält er die Beziehung zu Tanja geheim. Das geht nicht lange gut… COMING OUT war der erste und einzige Spielfilm der DDR, der sich offen mit dem Thema Homosexualität beschäftige – uraufgeführt am 9. November 1989, am Abend, als die Berliner Mauer fiel.

Heiner Carow wurde 1929 in Rostock geboren. Mit 21 Jahren beginnt er seine Filmausbildung in der Regieklasse des DEFA-Nachwuchsstudios. Ab 1954 arbeitet er als Regisseur im DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme. Es ist besonders der mehrfach ausgezeichnete Film MARTINS TAGEBUCH (1956), der 1956 zu einem Wechsel zum DEFA-Studio für Spielfilme führt. Schon vorher war es das erklärte Ziel des jungen Regisseurs, Spielfilme zu drehen. Sein erster Spielfilm wird der Kinderfilm SHERIFF TEDDY nach dem gleichnamigen Buch von Benno Pludra. Kinder- und Jugendfilme bleiben auch in den kommenden Jahren immer im Blickfeld des Künstlers.

Filmografie: Sheriff Teddy (1957); Die Russen kommen (1968); Die Legende von Paul und Paula (1973); Ikarus (1975); Bis dass der Tod euch scheidet (1978); Coming out (1989).

CINETECA NACIONAL DIENSTAG 22.08 21:00 | SONNTAG 27.08 16:00
GOETHE-INSTITUT FREITAG 25.08 19:30