Havarie

Regie Philip Scheffner, Deutschland, Dokumentarfilm, 2016, 93 Min.

Havarie

Zwischen der spanischen Hafenstadt Cartagena und der algerischen Hafenstadt Oran besteht die Welt im Mittelmeer nur aus Wasser, Himmel und endlos weitem Horizont. An diesem Ort, wo nichts zu sein scheint, kommen Hoffnungen, Ängste und Träume derer zusammen, die sich auf den beschwerlichen Weg in ein neues Leben gemacht haben. Am 14. September 2012 meldet ein Kreuzfahrtschiff der spanischen Seenotrettung ein manövrierunfähiges Schlauchboot mit 13 Seelen an Bord. Ein Stimmengewirr- Telefonate von Touristen, Funkverkehr des Kreuzfahrtschiffes mit der spanischen Küstenwache, ausländische Sprachfetzen. Dies ist die Situation, die Philip Scheffner in seinem experimentellen Dokumentarfilm abbildet, basierend auf einem dreieinhalbminütigen YouTube-Clip, bei dem der Vorfall aufgezeichnet wurde. Der Film, mitten während der sogenannten "Flüchtlingskrise" entstanden und uraufgeführt, erregte bei der Berlinale viel Aufsehen und wurde von der Kritik sehr positiv aufgenommen.

Philip Scheffner wurde 1966 in Homburg/Saar geboren. Seit 1986 lebt und arbeitet er als Künstler und Filmemacher in Berlin. Von 1991 bis 1999 war er Mitglied der Berliner Autorengruppe und Produktionsfirma „dogfilm“. Aus dieser Zeit gingen zahlreiche Produktionen hervor. Viele dieser Arbeiten wiesen einen eigenen Stil auf, der sich auf dem Grat zwischen Videokunst und Dokumentarfilm, Kompilation und Inszenierung bewegte. Seit 2001 widmete er sich verstärkt Arbeiten im Bereich experimentelle Musik/Klangkunst sowie Dokumentarfilmen.

Filmografie: And-Ek Ghes... (2016); Revision (2012); Der Tag des Spatzen (2010); The Halfmoon Files (2007).

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