Die Legende von Paul und Paula

Regie Heiner Carow, DDR, Fiktion, 1973, 106 Min.
 

Die Legende con Paul und Paula ©Barch Paula ist allein erziehende Mutter von zwei Kindern. Eines Tages verliebt sie sich in ihren Nachbarn, den Polit-Funktionär Paul. Paul ist führt eine unglückliche Ehe; er weiß, dass seine Frau ihn betrügt, dennoch möchte er den Schein der Ehe für seine Karriere wahren. Paula hingegen will ihr neues Glück mit allen Mitteln realisieren, Paul reagiert jedoch zunächst ängstlich und zögernd, bis er spürt, dass er die Liebe seines Lebens gefunden haben könnte. DIE LEGENDE VON PAUL UND PAULA ist ein hinreißendes Plädoyer für das Recht auf individuelles Glück – auch in einem sozialistischen Staat. In der DDR wurde der Film zum Kinohit.

Heiner Carow wurde 1929 in Rostock geboren. Mit 21 Jahren beginnt er seine Filmausbildung in der Regieklasse des DEFA-Nachwuchsstudios. Ab 1954 arbeitet er als Regisseur im DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme. Es ist besonders der mehrfach ausgezeichnete Film MARTINS TAGEBUCH (1956), der 1956 zu einem Wechsel zum DEFA-Studio für Spielfilme führt. Schon vorher war es das erklärte Ziel des jungen Regisseurs, Spielfilme zu drehen. Sein erster Spielfilm wird der Kinderfilm SHERIFF TEDDY nach dem gleichnamigen Buch von Benno Pludra. Kinder- und Jugendfilme bleiben auch in den kommenden Jahren immer im Blickfeld des Künstlers.

Filmografie: Sheriff Teddy (1957); Die Russen kommen (1968); Die Legende von Paul und Paula (1973); Ikarus (1975); Bis dass der Tod euch scheidet (1978); Coming out (1989).

GOETHE-INSTITUT DIENSTAG 22.08 19:30
CINETECA NACIONAL SAMSTAG 26.08 18:45