Toni Erdmann

Regie Maren Ade, Deutschland / Österreich, Fiktion, 2016, 162 Min.
 

Toni Erdmann

Winfried hat wenig Kontakt zu seiner hart arbeitenden Tochter Ines. Der Musiklehrer, der plötzlich ohne Schüler dasteht, beschließt daher, sie mit einem Besuch zu überraschen. Eine seltsame Entscheidung, da die Karrierefrau Ines als Unternehmensberaterin an einem wichtigen Projekt in Bukarest arbeitet. Der Ortswechsel trägt nicht gerade dazu bei, dass die beiden sich besser verstehen, sodass Winfried  einlenkt und vorgibt, nach Hause zu fahren. Und so tritt Toni Erdmann in Erscheinung, Winfrieds Aufsehen erregendes Alter ego, das sich gerne überall einschmeichelt. Toni wirbelt Ines‘ Berufsleben auf, indem er vorschützt, der professionelle Mentor des Geschäftsführers zu sein. Ebenso wie Toni ist nun auch Winfried immer dreister und ist kaum zurückzuhalten – aber Ines nimmt die Herausforderung an. Je mehr er sie unter Druck setzt, desto näher kommen sie sich. Inmitten dieses Wahnsinns bemerkt Ines langsam, dass ihr Vater sich trotz allem, so exzentrisch er auch sein möge, einen Platz in ihrem Leben verdient haben könnte.
 
Maren Ades zweiter Spielfilm ALLE ANDEREN wurde auf der Berlinale 2009 mit zwei Silbernen Bären ausgezeichnet: mit dem Großen Preis der Jury und dem Preis für die beste Darstellerin, Birgit Minichmayr. Ades erstes Werk DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN gewann den Special Jury Award des Sundance Film Festival 2005 und wurde in der Kategorie Bester Film für den Deutschen Filmpreis nominiert. 2000 gründete sie gemeinsam mit Produzentin Janine Jackowski die Filmproduktionsfirma Komplizen Film.
 
Filmografie (Auswahl): Alle anderen (2009); Melanie Pröschle und der Ernst des Lebens (2003, Kurzfilm); Der Wald vor lauter Bäumen (2003).

GOETHE-INSTITUT SAMSTAG 12.08 18:00 | DONNERSTAG 17.08 18:00