Die Puppe
Eröffnung

Regie Ernst Lubitsch, Deutschland, Stummfilm, 1919, 68 min.


Die Puppe

Lancelot, ein schüchterner Bursche, hat keine Lust zu heiraten. Doch sein Onkel, der Baron de Chanterelle, sorgt sich um den Fortbestand seines Geschlechts und lässt deswegen Heiratskandidatinnen suchen. Daraufhin ergreift Lancelot die Flucht an einen frauenlosen Ort: ins Kloster. Als die Mönche von der Mitgift erfahren, die Lancelot bei einer vollzogenen Hochzeit erhalten würde, überreden sie ihn, zum Schein eine weibliche Puppe zu heiraten. Lancelot willigt ein und will sich beim Puppenmacher Hilarius eine Braut aussuchen. Der hat gerade ein lebensechtes Modell nach dem Vorbild seiner Tochter Ossi geschaffen - doch ausgerechnet diese Puppe zerbricht. Daher schlüpft Ossi in die Puppenrolle und wird von Lancelot – im Glauben, dass sie ein Automat sei – gekauft. Schnell findet sie Gefallen an Lancelot; er selbst aber ahnt nichts von der Maskerade und heiratet die vermeintliche Puppe, die sich als höchst eigenwillig herausstellt.
Von Lubitsch ist übermittelt, dass er den Film für einen der einfallsreichsten halte, den er je gedreht hat.
 
Ernst Lubitsch (1882-1947) war ein deutsch-US-amerikanischer Filmregisseur und Schauspieler. Nachdem er in Deutschland erste Erfolge als Regisseur hatte, wechselte er in den 1920er Jahren nach Hollywood. Dort machte er sich vor allem einen Namen als Regisseur von kultivierten und eleganten „Salonkomödien“ – deren besonderen Charme beschrieben Filmkritiker später als den Lubitsch- Touch. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen unter anderem Die Austernprinzessin und Madame Dubery. Kurz vor seinem Tod erhielt Lubitsch einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk.

Die Band Los Músicos de José ist aus Mexiko-Stadt. Die Gruppe macht ausdrucksstarke instrumentelle Musik, ähnlich dem Funk, die direkt in die Füße und in die Nervenbahnen geht. Der Musikstil ist sowohl zum Tanzen, als auch zum bewussten Zuhören ideal geeignet. Seit 1996 teilen die Musiker der Band nun bereits ihren Geschmack für groovige Musik, die sich nicht von Konventionen einschränken lässt. Insgesamt haben sie schon drei Alben im Studio produziert. Ihr neuestes Album Dilo! ist zum Beispiel dem Künstler Dámaso Perez Prado gewidmet und interpretiert sein Werk neu, indem es ihm einen frischen und modernen Sound verpasst.

Die Gruppe hat die Bühne bereits mit Bands wie Tower of Power, Los Amigos Invisibles, Sargento García, Groove Collective, Steel Pulse, Easy Star All-Stars und Jarabe de Palo geteilt. Wegen ihres variationsreichen Musikstiles haben sie schon an Jazz-Festivals, Rock-Festivals und auch Festivals lateinamerikanischer Musik teilgenommen. Sie haben unter anderem bereits auf amerikanischen, chilenischen, französischen, indonesischen und mexikanischen Bühnen gespielt.

Programm

Eröffnung
9.08. 20:00 Uhr

Teatro de la Ciudad Esperanza Iris, Centro Histórico