Der lange Sommer der Theorie

Regie Irene von Alberti, Deutschland, Spielfilm, 2016/2017, 82 Min.


Der lange Sommer der Theorie

Berlin, Sommer 2016. Im letzten Haus im Niemandsland hinter dem neuen Hauptbahnhof wohnen Nola, Katja und Martina in einer Künstlerinnen-WG. Ihre Zeit ist gezählt, denn bald entsteht hier Europacity. Die letzten Tage in der Wohnung verbringen die prekär lebenden jungen Frauen mit ihren Freunden, Feiern, Diskutieren und dem deutlichen Gefühl, dass ein Aufbruch in eine ganz andere Zeit bevorsteht. Um diese zu erkunden und herauszufinden, wie man Theorie heute nutzbar machen kann, dreht Nola einen Film, bei dem sie SoziologInnen, HistorikerInnen, Kulturschaffende und TheoretikerInnen interviewt. Dabei folgen wir ihr vorbei an den letzten Baustellen Berlins, durch eine Stadt, die schon verkauft scheint. Als essayistisches Diskurstheater inszeniert, bricht Der lange Sommer der Theorie immer wieder aufs Neue ganz bewusst in viele unterschiedliche Richtungen aus und eröffnet eine Vielzahl von Fragen zu Feminismus, öffentlichem Raum, Gentrifizierung, Theorie und Praxis.
 
Irene von Alberti (*1963) arbeitete bereits während ihres Studiums ab 1984 als freie Kameraassistentin und führte bei diversen Musik-Clips Regie. 1995 stellte sie gemeinsam mit Frieder Schlaich ihr gemeinsames Langfilmdebüt fertig: Paul Bowles – Halbmond. Beim Preis der deutschen Filmkritik erhielten sie dafür die Auszeichnung für den Besten Spielfilm. Als Mitbegründerin der Filmgalerie 451 arbeitet Irene von Alberti außerdem als Produzentin und bietet künstlerischen Filmen eine Plattform, die formal und inhaltlich ungewöhnlich und mutig sind.
 
Filmografie: 2017: Der Hauptmann (Produzentin); 2016/2017: Der lange Sommer der Theorie (Regisseurin); 2015/2016: Der traumhafte Weg (Produzentin); 2007/2008: Tangerine (Regisseurin); 2005: Stadt als Beute (Regisseurin); 1992-1995: Paul Bowles - Halbmond (Regisseurin & Produzentin); 1993: Zwischenhalt in Corazón (Regisseurin); 1991: Der Prototyp (Regisseurin).

Programm

Cineteca nacional
Sonntag 12.8.            
12:00    
Dienstag 14.8.            16:30   

Cinepolis Diana  
Samstag 11.8.           
17:30    

Goethe-Institut Mexiko
Montag 13.8.             
19:30    

La Casa del Cine 
Mittwoch 15.8.          
16:00    

Cinemanía Loreto
Donnerstag 16.8.
       16:45