Costa Rica
Tierra Sonora

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  •  © A. Hick
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Über die Musikszene

Obgleich die Musikszene Costa Ricas international bisher wenig Aufmerksamkeit bekommen hat, ist sie überraschend florierend und vielseitig. Die Wurzeln der meisten auf Costa Rica beliebten Musikrichtungen gehen auf die Kolonialzeit zurück, so zum Beispiel der indigene Calypso, der ursprünglich aus der Karibik stammt. Das wichtigste Element der traditionellen, costa-ricanischen Folkmusik ist neben Gesang und Gitarre die Marimba, ein Aufschlaginstrument aus Holz und Aluminium, das auf afrikanischen Vorläufern basiert. Neben diesen traditionellen Klängen erfreuen sich auch kreolischer Swing und Salsa großer Beliebtheit, während jüngere Generationen modernere Musikgenres wie Merengue, Dancehall oder Reggaeton bevorzugen. 

Wie auch die allgemeine Bildung ist die musikalische Erziehung in Costa Rica qualitativ hoch, da sie aktiv gefördert wird und staatliche Schulen kostenlos sind. Die dem Ministerium für Kultur und Jugend angegliederten Musikinstitutionen sind im ganzen Land verbreitet, allein das Sistema Nacional de Educación Musical zählt 25 Dependancen. Auch die einzige Musikhochschule Zentralamerikas befindet sich in Costa Rica, die 1940 gegründete Escuela de Artes Musicales, die zur Universidad de Costa Rica gehört. Ebenfalls im Jahr 1940 wurde das Orquesta Sinfónica Nacional ins Leben gerufen. Das Orchester, das auch 72 professionellen Musikern besteht, kümmert sich um die Ausbildung im Musikbereich, verbreitet klassische wie Chormusik und gibt bis zu neunzig Konzerte im Jahr. 

Costa Rica hat außerdem mehrere wichtige Musik- und Kunstfestivals, von denen die wichtigsten im März (das Festival de las Artes und das Festival de Verano Transitarte) und im August (San José Jazz Summer Fest und International Festival of Music) stattfinden. 

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