Honduras
Tierra Sonora

 © A. Hick

Über die Musikszene

Durch die wirtschaftlich bedingte Einwanderung vieler US-Amerikaner und Briten entwickelte sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den englischsprachigen Vororten eine Rockszene, die im Vergleich zum restlichen Zentralamerika besonders ausgeprägt ist. Auch heutzutage noch gibt es eine Vielzahl an Rock-, Metal- und Punkbands, die aus Honduras stammen. Aus dem gleichen Grund, der einstigen Immigration der Amerikaner, ist Jazz ebenfalls eine beliebte Musikrichtung. 

Folkloristische Musik sowie Klassik spielen genauso eine wichtige Rolle in dem zweitärmsten Land Mittelamerikas. Neben den üblichen Musikstilen wie Salsa und Merengue ist hier auch der Punta beliebt. Der Punta stammt ursprünglich von der Volksgruppe Garifuna auf den karibischen Inseln und wurde vor über zweihundert Jahren von den Briten nach Honduras, Belize, Guatemala und Nicaragua importiert. Er wird hauptsächlich mit Schlag- und Blasinstrumenten musiziert. In den 1990er Jahren feierte die Gruppe Banda Blanca große Erfolge, die typische Punta-Klänge mit Popmusik einte. Besonders das Lied „Sopa de Caracol“ war ein internationaler Hit und konnte einen Grammy einheimsen. 

Klassische Musik wurde in Honduras im 19. Jahrhundert eingeführt. Neben zahlreichen Kompositeuren und Dirigenten, die hier geboren wurden, hat das kleine Land außerdem mehrere Orchester wie vier Kammerorchestern verschiedener Universitäten, dem Orquesta Filarmónica und dem Streichquintett Opera. 

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