Nicaragua
Tierra Sonora

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  •  © A. Hick
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Über die Musikszene

Nicaraguas Musikszene ist eher schwach ausgeprägt und orientiert sich an den Nachbarländern. Populär sind der Bachata und Merengue aus der Dominikanischen Republik, Reggae aus Jamaika, Reggaeton aus Panamá, Cumbia aus Kolumbien und US-amerikanischer Musik. 

Die Folklore Nicaraguas hat sich, wie auch in anderen mittelamerikanischen Ländern, durch mehrere Einflüsse entwickelt. Neben indigenen Rhythmen spielten auch spanische und amerikanische Klänge eine wichtige Rolle. Auch in Nicaragua gehört die Marimba, eine Art Xylophon aus Holz und Aluminium, zu den wichtigsten Instrumenten des Landes. Elementar für die nicaraguanische Identität ist Palo de Mayo, ein afro-karibischer Tanz, der im 17. Jahrhundert in Nicaragua entstand und unter anderem von Bongos, Hörnern und heutzutage elektrischen Gitarren wie Bässen begleitet wird. 

Während der sandinistischen Revolution, die 1979 zum Sturz des Diktators Somoza führte, entwickelte sich die sogenannte Nueva Canción, die es auch in weiteren spanisch- und portugiesischsprachigen Ländern, die diktatorisch regiert wurden, gab und das musikalische Zeichen der Protestbewegung war. 

An der Universidad Politécnica de Nicaragua wird eine Ausbildung im klassischen Sektor angeboten und auch die Escuela Nacional de Música des Instituto Nicaragüense de Cultura bietet Musikkurse an. Das Ende der 1980er von Ernesto Cardenal und Dietmar Schönherr gegründete Casa de los Tres Mundos ist ein Kultur- und Entwicklungsprojekt, das eine eigene Musikschule unterhält, in der kostenloser Unterricht erteilt wird. Eine Initiative der Casa de los Tres Mundos nennt sich „Música enlos Barrios”. Darin werden Kindern in sozial schwachen Vierteln animiert, aktiv ein Instrument zu erlernen. 

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