PASCH-Aktivitäten

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Unsere Deutschprüfungen
 
Das Goethe-Institut bietet den Schülerinnen und Schülern der  Partnerschulen die Möglichkeit, an Jugendkursen in Deutschland im Sommer und im Winter teilzunehmen. Neben intensivem Deutschunterricht und themenbezogener Projektarbeit steht der interkulturelle Austausch mit jungen Menschen aus aller Welt und die Vernetzung der Partnerschulen im Vordergrund.

Kalender
10.01.2017 – 08.02.2017 Internationaler Winterkurs
Technische Universität Ilmenau (Deutschland)
08.01.2017 – 28.01.2017 Jugendkurs
Frankfurt am Main

Rückblick

PASCH-Schülerinnen und -Schüler der Umwelt auf der Spur

Unter dem Motto „Der Umwelt auf der Spur“ trafen sich im Juli 2016 39 Deutschlernende aus Panama, Costa Rica, Guatemala, Mexiko und den USA im grünen Portland, um sich 7 Tage mit dem Thema Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz auseinanderzusetzen.

Das Lewis & Clark College - umgeben von Wäldern, Flüssen und Bergen – wurde nicht nur auf Grund der sehr schönen Lage zum 3. Mal vom Organisationsteam der Goethe-Institute Mexiko und Chicago ausgewählt, sondern auch weil auf dem Campus Umweltschutz GROß geschrieben wird – genau passend zum Thema des diesjährigen Camps.

Portland gilt als eine der grünsten Städte in den USA und verdankt das gute Klima und die gut erhaltene Natur nicht zuletzt auch dem großartigen Engagement seiner Einwohner. Ein Vortrag der gebürtigen Portländerin, Taylor Stevensen, zum Thema kreative Wiederverwertung stimmte die Teilnehmenden perfekt auf die vor ihnen liegende Woche ein und zeigte ihnen das globale Müllproblem auf. So gab Taylor den jungen Umweltagenten erste Ideen mit auf den Weg, um täglich anfallenden Müll kreativ zu nutzen.

Aufgearbeitet wurde die Thematik des Umweltschutzes in drei verschiedenen Workshops - Upcycling, Video und Theater. So wurde das Thema nicht nur  theatralisch und filmisch bearbeitet, sondern auch praktisch umgesetzt im Upcycling-Workshop. Die zentrale Fragestellung war:  „Was kann ich selbst in der Zukunft zum Umweltschutz beitragen?“

Filmworkshop Im Filmworkshop von Marcus Sporkmann lernten die Schülerinnen und Schüler alles zu den technischen Grundlagen der Videoproduktion und verfilmten einen eigens komponierten Rap-Song. Die selbsternannte „PASCHI-Crew“ rappte: „Leute, wir haben ein echtes Problem, so kann es einfach nicht weitergeh‘n“. Die Nachwuchs-Rapper wollten auch die Paschies erreichen, die nicht mit in Portland waren. Daher entwickelten  sie die Texte in den drei im Camp vertretenen Sprachen – Deutsch, Englisch, Spanisch. „Auch unsere niños wollen hier leben, without your help wird’s das nicht geben.“ Sie kamen zu dem Resultat: „Wir müssen was tun in allen Ländern, wichtige Dinge müssen wir ändern“.

Die Theatergruppe geleitet von Alexander Riedmüller lernte viel über Körpersprache und Ausdruck. Die Teilnehmenden inszenierten kleine, zum Teil humorvolle, aber auch zum Nachdenken anregende Sketsche zum Thema Upcycling und Umweltverschmutzung. Im Upcycling-Workshop von Daniela Winkler wurden aus alten Sachen, die normalerweise auf den Müll geworfen werden, wie kaputte Hosen, verwaschene T-Shirts, CDs oder Plastiktüten, neue nützliche Accessoires für den Alltag hergestellt. So entstanden Kissen, Taschen, Kerzenhalter oder Portmonees.

Die Schülerinnen und Schüler entwickelten nicht nur eigene Ideen zu einer „grüneren“ Zukunft und entdeckten neue kreative Potentiale, sondern verbesserten auch ihre Deutschkenntnisse. Die Workshops wurden themenspezifisch durch kreativen Deutschunterricht am Vormittag ergänzt. So konnte neues Vokabular erlernt und die Kommunikation auf Deutsch in den Workshops erleichtert werden.

Ein umfangreiches Freizeitprogramm durfte natürlich auch nicht fehlen. Portland 2016 Mount HoodMit einem stilechten gelben Schulbus ging es gleich am ersten Camp-Tag ins Stadtzentrum von Portland, bevor am Abend der Campus spielerisch mit einer Camp-Rallye entdeckt wurde. Am Länderabend präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Heimatländer, erzählten über interessante Traditionen und trugen auch durch die zahlreich mitgebrachten Köstlichkeiten zu einem kulinarischen Austausch über Ländergrenzen hinweg bei. Am Exkursionstag wurde die Umgebung von Portland erkundet. Die Campteilnehmerinnen und –teilnehmer staunten nicht schlecht über die zahlreichen Wasserfälle, den großen Bäume, Flüsse und Vulkane, die Portland umgeben. Dieser Tag wird nicht nur für diejenigen, die auf dem Mount Hood das erste Mal Schnee erlebten, fest in Erinnerung bleiben.

Den krönenden Abschluss des Camps stellten der Abschlussabend mit der Präsentation der Resultate aus den Workshops und die anschließende Abschlussparty dar.

In dieser Woche wurde allen Teilnehmenden klar, dass Umwelt- und Klimaschutz ein globales Problem ist. Die Lösung dieses Problems ist nur im Team und über Ländergrenzen hinweg möglich. Allerdings kann jeder bei sich selbst und in seinem tagtäglichen Konsumverhalten Dinge bewirken, die die Umwelt schützen. Angesichts dieser tollen, kreativen und produktiven Woche mit Jugendlichen aus verschiedenen Ländern und Kulturen Nord- und Zentralamerikas blicken wir gemeinsam in eine „grüne“ Zukunft.
Wir sind alle WISSA!
WISSA – die Schülerzeitung von Mexiko und Zentralamerika wurde im Oktober 2013 von 27 PASCH-Schülern in Guadalajara gegründet. Seitdem treffen sich jedes Jahr interessierte Schülerinnen und Schüler, um sich auszutauschen, neue Freundschaften zu schließen und vor allem etwas über Fotografie, Filmtechnik und Redaktionsarbeit zu lernen.

In diesem Jahr fand das Schülerzeitungscamp unter dem Motto „Ideenschmiede“ zum zweiten Mal auf dem wunderschönen Gelände der Universität Guadalajara „Villa Primavera“ statt.

Ausflug nach GuadalajaraDie Schülerinnen und Schüler aus Panama, Costa Rica, Guatemala und Mexiko verbrachten zusammen 6 Tage in der Natur, wo gemeinsam Beiträge für die Online-Schülerzeitung „PASCH-Global“ erarbeitet wurden.

Im Redaktionsworkshop lernten die Jugendlichen von der Workshopleiterin Christina Stute wie unterhaltsame, kurze und informative Texte auf Deutsch geschrieben werden. Themen wie „Feminismus“ und die „Wasserproblematik“ in der Welt wurden diskutiert, aber auch Tipps für „Reisen“  aufgezeigt. Eine Gruppe ging auf die Suche nach dem multikulturellen Witz.

Die Texte wurden im Fotografie-Workshop mit aussagekräftigen Bildern ergänzt. Doch Fotografieren muss auch in Zeiten von Instagram und Snapchat geübt werden. Deswegen brachte die Workshopleiterin Karoline Merz den Deutschlernenden den Zusammenhang zwischen Blende, Belichtung und ISO bei und demonstrierte die richtige Auswahl und Positionierung von Motiven.

Videoworkshop
Im Videoworkshop entwickelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigenständig Ideen zu kurzen Filmen, entwarfen Storyboards und suchten nach passender Filmmusik. Doch bevor sie in Eigenregie zwei kurze Filme drehten, wurden praktische Übungen mit der Kamera gemacht. Denn für ein gutes Video braucht es mehr als nur auf den Aufnahmeknopf zu drücken.  Eine Gruppe erstellte eine Reportage über die beiden Workshops, die andere Gruppe widmete sich der Freizeitgestaltung im Camp und fing unterhaltsame Szenen von Spaß, Sport und Gesang ein.

Stadtführung in GuadalajaraAls Höhepunkt des Camps fuhren alle gemeinsam ins Stadtzentrum von Guadalajara. Die Schülerinnen und Schüler der Prepatoria No. 5 hatten eine interessante und abwechslungsreiche Stadtführung vorbereitet, bei der die wichtigsten Plätze der Stadt gezeigt wurden und von diversen Tapatio- Spezialitäten wie zum Beispiel „Tortas ahogadas“ oder „Tejuino“ gekostet werden konnte. Im Anschluss begab sich die Gruppe auf die Spuren mexikanischer Geschichte und besichtigte die Rundpyramiden „Guachimontones“. Das Gelände eignete sich ideal für Fotoshootings und Selfie-Aufnahmen, sodass die Nachwuchsfotografen sofort ihr neu erlerntes Wissen aus den Workshops anwenden konnten.

Am Abschlussabend wurden die Ergebnisse aus den Workshops künstlerisch in Szene gesetzt und von allen bejubelt. Anschließend wurde gefeiert bis es hieß „Abschied nehmen“.

Das PASCH-Schülerzeitungscamp „Ideenschmiede“ der Region Mexiko / Zentralamerika war ein großer Erfolg, wie die Paschies bestätigten:
  • "Ich liebe das Camp!" –  Paco
  • "Wir hatten viel Spaß in Guachimontones." – Gemma
  • "Wir alle waren sehr glücklich!" –  Sofia
  • "Wir haben viele schöne Erfahrungen gemacht." –  Fernanda, Natalia, Fernanda
  • "Das Essen in Guadalajara war fantastisch und sehr gut!" – José
  • „Ich hatte noch nie so viel Spaß und Lernen.“ –  Daniel
  • "In diesem Camp ist es gemütlich für alle. Es ist eine Erinnerung, die wir für immer in unseren Köpfen tragen. Vielen Dank!" – Claudia
mehr Informationen über die Aktivitäten im Camp

 
Was ist dein Lieblingswort auf Deutsch? Kartoffel – Schnee – Schultüte? Oder fällt dir etwas ganz Anderes ein?

Diese Frage stellte die deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin, Beate Dölling, den ehemaligen PASCH-Schülerinnen und -Schülern, die im Dezember 2015 zum ersten PASCH-Alumni-Treffen der Region Mexiko/Zentralamerika in Mexiko-Stadt zusammen kamen.

Hier hatten sie Gelegenheit, über ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit PASCH zu berichten sowie über ihre Zukunftsvisionen bezüglich der PASCH-Initiative zu diskutieren.

In einer 3-tägigen Schreibwerkstatt verfassten die 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur literarische Texte zu ihrem deutschen Lieblingswort, sondern lernten auch ein Stück aktueller deutscher Jugendliteratur kennen.
Während des Workshops setzen sich die PASCH-Alumni intensiv mit der Frage auseinander: Welche Rolle Deutsch und Deutschland derzeit noch in ihrem Leben spielen.

Alle waren sich einig, dass PASCH ihr Leben besonders geprägt und ihnen neue Wege für die Zukunft aufgezeigt hat. Einige der Alumni absolvierten bereits in Deutschland ein Praktikum oder werden in Kürze in Deutschland studieren.

Was sie immer in ihren Herzen tragen werden, sind die Erinnerungen an die verschiedenen PASCH-Veranstaltungen, in denen sie nicht nur neue Freundschaften schlossen, sondern auch fremde Kulturen näher kennenlernten. So kamen sie zu dem Schluss, eine Reise durch alle PASCH-Schulen der Welt anzutreten und sich auf dem Mond zu treffen. Denn „auch der Mond braucht ein bisschen deutsche Kultur“ (Daniel Aguilar). Am Ende des Alumni-Treffens präsentierten alle ihre selbst geschriebenen Texte vor Kursteilnehmern und Mitarbeitern des Goethe-Instituts Mexiko. Die schönsten und originellsten Ideen werden in diesem Video präsentiert.