Ausstellung Susurrus in Mexiko

Copyright: Maria Vedder

19. Oktober 2013 bis 19. Januar 2014

Goethe-Institut Mexiko, Tonalá 43, Col. Roma, México, D.F., Foyer

Maria Vedder
3-Kanal Video- und Sound-Installation

Ein Projekt über Elektrosmog und die skulpturale Schönheit von Hochspannungsmasten.

Die elektromagnetischen Strahlen von Stromleitungen, Elektrosmog, umgeben uns überall im Alltag. Von diesen Immissionen wird angenommen, dass sie gesundheitsschädliche Wirkungen haben können. Da wir sie nicht wahrnehmen können, verdrängen wir ihre Anwesenheit. In „Susurrus“ werden sie hörbar gemacht am Beispiel des elektromagnetischen Felds von Überlandstromleitungen.

Maria Vedder hat 2012 in unterschiedlichen Teilen und diversen Klimazonen Mexikos Landschaftspanoramen mit Überlandstromleitungen gefilmt. Die Geräusche des jeweiligen elektromagnetischen Felds wurden mit einer selbstgebauten Antenne auf einem Audiorecorder aufgenommen.

In der Installation am Goethe-Institut Mexiko sind auf 3 Flachbildschirmen Landschaften aus Baja California, Oaxaca und San Luis Potosí zu sehen. Jedem Bild ist das Surren des elektromagnetischen Felds zugeordnet. Diese Gefahr suggerierenden Töne stehen im Kontrast zur fotografischen Ästhetik der Landschaften mit den konstruktiven Elementen der Strommasten.

Der lateinische Begriff „Susurrus“ bedeutet Sausen, Murmeln, Flüstern, aber auch ungereimt und absurd.

„Susurrus“ wird in Mexiko im Rahmen der Ausstellung „zur Nachahmung empfohlen“ im Goethe-Institut Mexiko ab dem 19. Oktober und ab dem 17. Oktober in der Capilla de Arte in Puebla gezeigt.

Maria Vedder ist seit den 70er Jahren als Medienkünstlerin tätig. Sie ist Autorin folgender Bücher über Video (mit B. Gruber) im DuMont-Verlag Köln: „Handbuch der Videopraxis“, 1982; „Kunst und Video“, 1983. Seit 1991 ist sie Professorin für Medienkunst an der Universität der Künste Berlin

Susurrus wurde gefördert vom Goethe-Institut, EMARE-Mexico, European Media Art Network (EMAN), Werkleitz Halle und der Europäische Kommission.

Zurück