Ausstellung Gregor Schneider Kindergarten

Gregor Schneider

Sa, 11.02.2017 -
So, 23.07.2017

Museo Universitario de Arte Contemporáneo (MUAC)

Av. Insurgentes Sur 3000
Centro Cultural Universitario / Ciudad Universitaria, CDMX
04510 Coyoacán, Ciudad de México

Gregor Schneider zählt zu den Pionieren gebauter Raumkunst, die sich aus konstruktivistischen Bauskulpturen und Installationskunst entwickelte. Seine gebauten Räume und Projekte haben für viel Aufsehen und Diskussionen gesorgt. Im Rahmen des Deutschlandjahres in Mexiko wird Gregor Schneider, der „unheimlichste Künstler der Gegenwart“ (Süddeutsche Zeitung), nun zum ersten Mal überhaupt seine komplexen raumgreifenden Arbeiten in Mexiko realisieren.

Gregor Schneider zählt zu den Pionieren der gebauten Raumkunst, die sich aus konstruktivistischen Bauskulpturen und der Installationskunst entwickelte. Seine gebauten Räumen und Projekte haben für viel Aufsehen und Diskussionen gesorgt, etwa sein „Haus u r“, das Projekt „Cube“ oder der „Sterberaum“.

Sein Arbeitsschwerpunkt, der sich in den Räumen seines Wohnhauses, dem „Haus u r“ in Mönchengladbach-Rheydt, auf eindrucksvolle Weise manifestiert, sind dreidimensional gebaute Räume, bestehend aus Wänden, Decke und Boden. Die Nachbauten von bestehenden Räumen, an denen er seit nunmehr 30 Jahren arbeitet, umfassen alle Bereiche des Hauses: Flur, Schlafzimmer, Gästezimmer, Abstellkammer, Küche usw. Allerdings sind die Räume, die Gregor Schneider schafft, niemals so harmlos wie sie auf den ersten Blick scheinen. Es sind gedoppelte Räume, die für die Besucher nicht als Raum im Raum sichtbar sind. Sie sind in Form, Funktion und Aussehen von den vorher vorhandenen Räumen nicht unterscheidbar, voll funktionsfähig und bewohnbar. Genau hier liegt eine große Besonderheit Gregor Schneiders. Das auf den ersten Blick Wahrgenommene muss hinterfragt werden. Versteckte Motoren können einzelne Räume unmerklich drehen bzw. Decken sehr langsam bewegen und so die Proportionen, Dimensionen und Tageszeitwahrnehmungen verändern. Einige Räume sind unerreichbar, unsichtbar versteckt hinter Wänden, eingeschlossen durch Beton, Blei, Isolierstoffe und Schalldämmungen und es entstehen verstörende Hohl- und Zwischenräume. So kann ein geöffnetes Fenster zu einem anderen führen, das sich wiederum zu einer Wand öffnet. Dieses, die Anordnung der Einrichtungsgegenstände, die Gerüche, die verschachtelten Gänge durch das Haus – alles kann auf den Besucher wie ein albtraumhafter Trip durch das Unterbewusste verdrängter Erfahrungen und Ängste wirken.

2001 bekam Gregor Schneider für sein „Totes Haus u r“, das im Deutschen Pavillon ausgestellt wurde, den Goldenen Löwen der Biennale Venedig und erreichte internationale Bekanntheit.

Im Museo Universitario Arte Contemporáneo wird Gregor Schneider, der „unheimlichste Künstler der Gegenwart“ (Süddeutsche Zeitung), nun zum ersten Mal überhaupt seine komplexen raumgreifenden Arbeiten in Mexiko realisieren. Wir dürfen gespannt sein auch auf neue Arbeiten die speziell für Mexiko City entwickelt werden, die den Besucher auf neue Weise in die Beziehung zum Raum setzen.

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