RAF – Ideale, Taten und Folgen

RAF Filmreihe ©

2017 jährt sich der sogenannte „deutsche Herbst“ zum vierzigsten Mal. Im September und Oktober 1977 erreichten die Aktionen der linksextremistischen Gruppe Rote Armee Fraktion (RAF) mit der Entführung und Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyers und dem Selbstmord der in Stammheim inhaftierten führenden Mitglieder der RAF, Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe ihren Höhepunkt.

Im Herbst 2017 starten wir deshalb unsere Filmreihe über eine politisch besonders aufgeladene Zeit der deutschen Nachkriegsgeschichte, die 60er und 70 Jahre.
In dieser Zeit wuchs in der Bundesrepublik eine Generation heran, die das Verhalten ihrer Eltern während des Nationalsozialismus kritisch hinterfragte und  ein unbehelligtes Fortbestehen der an den Verbrechen der Nationalsozialisten beteiligten politischen Eliten anprangerte.

Was mit den Protesten der Studierendenbewegung unter anderem gegen die amerikanische Innen- und Außenpolitik, den Kapitalismus und dem Infragestellen bürgerlich-konservativer Lebensformen begann, mündete in einer sich über Jahre erstreckenden Serie von Terrorakten.

Die  ausgewählten Filme unterschiedlicher Genres zeichnen in ihrer Gesamtheit ein eindrückliches Bild der politischen Atmosphäre und Hintergründe dieses äußerst vielschichtigen Abschnitts der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland