Filmreihe Anders als die Andern

Grafik Filmreihe Berlin

Di, 22.01.2019

Goethe-Institut Mexiko

Tonalá 43, Colonia Roma
(Zwischen Durango und Colima)
06700 México, D.F.

Richard Oswald, 51 Min., 1919
Mit englischen Untertiteln

Das liberale gesellschaftliche Klima im Berlin zur Zeit der Weimarer Republik und die Abwesenheit einer staatlichen Filmzensur ermöglichten im Jahr 1919 die Entstehung des weltweit ersten Spielfilms zum Thema Homosexualität: „Anders als die Andern“. Der Stummfilm handelt von einem Violinisten, der aufgrund seiner Gefühle für einen seiner Geigenschüler erpresst wird.

Der unter der Regie von Richard Oswald und unter Mitwirkung des für die erste Homosexuellen-Bewegung zentralen Sexualwissenschaftlers Magnus Hirschfeld entstandene Film löste einen Skandal aus und wurde bereits im Jahr nach seiner Veröffentlichung verboten. Da daraufhin alle Kopien vernichtet wurden, hat der nur Film nur als Fragment einer in den 1970er-Jahren in der Ukraine entdeckten Kurzversion überlebt.

Zur Eröffnung der Filmreihe „100 Jahre Berlin – Wie Berlin wurde, was es heute ist“ zeigt das Goethe-Institut eine auf dieser Kopie basierende restaurierte Fassung des Filmmuseums München, die neben dem Filmfragment auch Texte aus Protokollen, Besprechungen und Standfotos einbezieht.

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