Filmreihe Landrauschen

Queer as German Folk

Sa, 08.06.2019

Museo Memoria y Tolerancia

Plaza Juárez, Centro Histórico Frente a Hemiciclo a Juárez en la Alameda

Regie Lisa Miller, Deutschland, Spielfilm, 2018, 101 Min.

Landrauschen


Landrauschen Poster ©Miller&Müller Film GbR Mit Ende 20 befindet sich Toni in einer Sinnkrise. Wegen einer Erbschaftsangelegenheit lässt sie ihr kosmopolitisches Leben in Berlin hinter sich und kehrt wieder in ihr Heimatdorf zurück, dessen Enge sie ursprünglich hatte entfliehen wollen. Doch der Neuanfang geht gründlich schief. Als Praktikantin für den Heimatteil einer Lokalzeitung fühlt sie sich weit unter Wert verkauft und zu Hause nehmen ihr die übergriffigen Eltern jede Luft zu atmen. Zum Glück trifft sie auf die lebenslustige Rosa. Mit ihr sieht die Welt der Heimat auf einmal anders aus. Bei nächtlichen Streifzügen fühlt sich Toni wieder lebendig. Doch die Beziehung wird immer explosiver, je mehr Rosa sich zu Toni hingezogen fühlt. Der Film umreißt die Identitätsfindung zweier Frauen in einem Dorf, das sich selbst mit einer immer komplexer werdenden Welt konfrontiert sieht.

Lisa Miller hat einen Abschluss in Film und Fotographie an der CEV Madrid sowie einen Abschluss in visueller Kunst an der Goldsmith University, London. Im Jahr 2016 gründete sie zusammen mit Johannes Müller die Miller&Müller Film Produktion mit dem Ziel, den Heimatfilm neu zu erfinden. Landrauschen ist das erste Projekt der Firma und der Debütlangfilm der Regisseurin, der seine Premiere beim Festival Max Ophüls Preis 2018 hatte und dort mit den Preisen für den besten Spielfilm, das beste Drehbuch und dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet wurde.
 
Filmografie: 2018: Landrauschen; 2015: Que viva Europa; 2014: Tschernobyl, Fukushima, Gundremmingen; 2009: Marie (kurz).

 

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