Belize

Über die Musikszene

Die Musik spielt im Alltagsleben der Belizer eine wichtige Rolle; sie bestimmt die nationale Identitätdes Landes. Stärker noch als in den anderen mittelamerikanischen Ländern mischen sich in dem einzigen englischsprachigem Land die verschiedenen Einflüsse: Europäische und vor allem afrikanische Sounds verschmelzen mit Mestizo- und Kreolmusik. 

Die Europäer sorgten für Polka- und Walzerklänge, während die Afrikaner Perkussionsinstrumente und Banjos nach Belize brachten. Aus dem afrikanischen Buru wurde in Belize der sogenannte Brukdown, bei dem unter anderem das Banjo, die Gitarre, das Akkordeon und ein als Instrument verwendeter Kuh- oder Eselkiefer zum Einsatz kommen. Durch den Einfluss vieler zugezogener Jamaikaner hat auch der Mento, eine typisch jamaikanische Populärmusik, die in den 1930ern auf dem Inselstaat entstanden war, in Belize an Popularität gewonnen. Sowohl der Brukdown als auch der Mento sind eher Ausdrucksformen der ländlichen Bevölkerung. In Belize ist außerdem das mittelamerikanische Xylophon Marimba ebenfalls sehr beliebt. 

Typisch belizisch ist auch die Musikrichtung Punta Rock. Die traditionellen Rhythmen der Garifuna, einstiger Sklaven westafrikanischer Herkunft in der Karibik, die aus Trommeln mit A-Cappella-Gesang und Zirkeltänzen bestehen, werden dabei von einer elektrischen Gitarre begleitet. Besonders Andy Palacio (1960-2008) konnte mit Liedern im Stil des Punta Rock internationale Erfolge feiern. 

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