Facebook Thriller

Der rote Wolf

Selva Negra: el policía mexicano Hugo, Elli, la alemana apasionada de los animales, un lobo rojo y varias víctimas. ¿Qué pasó?
 
El Goethe-Institut México lanza el tercer Facebook-Thriller “Der rote Wolf” después de “Ana wo bist du?” y “Rettet Frida!”. Del 21.11. hasta el 16.12. cada día el Goethe-Institut publica una parte de la historia.  A lo largo de las publicaciones, la comunidad de Facebook puede ayudar a dar forma a la novela alemana en nivel A2.
 
Además todos los participantes tienen la posibilidad de ganar un curso de alemán en el Goethe-Institut México o en línea, así como otros premios atractivos.
 
La participación se realiza directamente a través de nuestra página de Facebook. Todos los participantes aceptan las Condiciones de Participación.
 
Aquí cada día también publicaremos las nuevas partes de la novela en idioma alemán.
 

 

Fischbach, so heißt der Ort.
Der Zug aus Frankfurt hält und Hugo steigt aus. Links in der Hand der Koffer. Rechts ein Sombrero. Endlich ist er da. In Deutschland. Im Schwarzwald.
So viel hat er davon schon gehört. Schöne und schreckliche Geschichten. Über Geister, Hexen, Wölfe. Spielt nicht sogar ein berühmtes deutsches Märchen hier?
Er geht durch die Straßen. Eine Kirche. Ein Supermarkt. Ein Schloss. Kleine und große Häuser. Manche sind weiß, manche bunt. Alle Dächer sind weiß vom Schnee. Es ist wirklich anders hier als in Mexiko City.
Ah! Ein blaues Schild: Polizei. Dort muss er hin. Die nächsten sechs Wochen arbeitet er da als Volontär. Hugo Martinez, der junge Polizist aus Mexiko, soll lernen, wie die deutsche Polizei arbeitet.
Ein bisschen nervös ist er schon. Wie ist sein neuer Chef? So ein richtig superkorrekter, strenger Deutscher?
Dann steht er vor der Polizeistation.
Aber ... Was ist das?
„Wuuhuuu! Grrroa!“
Ist das ein Tier?
Dann – ein Schrei!
Ein Schuss!
Jemand schreit: „Ich kill dich!“
Hugo wirft Koffer und Sombrero in den Schnee und stürzt in die Polizeistation.
 

Ein Mann sitzt vor einem Computer. Über den Monitor laufen... Wölfe! Mit riesigen Zähnen und roten Augen.
Der Mann trägt eine Polizeiuniform. „Ja? Bitte?“, fragt er.
„Guten Tag, ich bin Hugo Martinez. Alles in Ordnung bei Ihnen?“
„O Gott, mein Volontär aus Mexiko! “ Der Mann schüttelt Hugo die Hand. „Ich bin Sepp Reiter, Ihr neuer Chef in schwarze Wald.“
„Heißt es nicht ‚Schwarzwald’?“, fragt Hugo.
„Ach, Sie können Deutsch?“
„Ein bisschen“, lächelt Hugo, der in Mexiko zwei Jahre lang Deutsch gelernt hat. „Ich freue mich sehr auf den Job hier.“
„Der Job hier ... da muss ich Sie vielleicht gleich ein bisschen warnen.“
„Warnen?“, fragt Hugo. „Ist es so gefährlich im Schwarzwald?“
„Ganz im Gegenteil!“, lacht Sepp. „Es gibt keinen ruhigeren Ort als unser Fischbach! Ich sitze den ganzen Tag hier und mache so was...“ Er zeigt auf das Computerspiel. „Woolfe-Shooting. Ein bisschen kindisch. Aber wer weiß? Vielleicht kommen die Wölfe wirklich einmal zurück nach Deutschland? Dann bin ich fit als Wolfskiller.“
 

„Wölfe schießen? Sepp! Das ist Blödsinn!“ Eine junge Frau mit roten Haaren unter der Mütze ist in die Polizeistation gekommen. „Wölfe attackieren keine Menschen. Nur in den Märchen.“
„Hugo, das ist Elli“, sagt Sepp „eine alte Freundin von mir. Sie studiert Jura, aber eigentlich hat sie nur eine Passion, das sind die Wölfe.“
Hugo gibt Elli die Hand. „Hallo, Elli.“
„Ah! Der Volontär! Willkommen in Fischbach!“ Elli gibt Sepp ein Päckchen. „Das ist für dich, damit du nicht verhungerst. Aber gib Hugo auch etwas davon!“
„Weihnachtsplätzchen! Hm!“ Sepp ist glücklich. „Danke, Elli!“
„Oh! Ich habe ja auch ein Geschenk.“ Hugo läuft auf die Straße. Dort sind der Koffer und der Sombrero. Aber was ist mit dem Sombrero passiert? Der ist ja kaputt! Hat sich da jemand darauf gesetzt? Hugo geht mit dem Hut zurück zu Sepp und Elli.
„Wer war das?“, fragt er und zeigt auf den kaputten Sombrero.
Elli lacht: „Bär war das? Hast du vielleicht ein kleines Problem mit B und W?“
Hugo lacht. „Stimmt. Das passiert mir immer wieder. Also. Nochmal: WER war das?
„Kein Bär“, sagt Elli, „das war sicher Rosa. Ich hole sie gleich.“
Rosa? Noch ein nettes Mädchen?, denkt Hugo. Aber warum setzt sie sich auf meinen Sombrero?
 

Elli führt einen Hund herein. Ein großes Tier mit riesigen scharfen Zähnen und rötlichen Haaren.
„Das ist Rosa“, sagt Elli. „Rosa! Sag Entschuldigung zu Hugo, du hast seinen Sombrero kaputt gemacht!“
Rosa geht zu Hugo und leckt seine Hand.
Eine sehr alte Dame betritt die Polizeistation. Sie ist dick verpackt in Mantel, Mütze, Schal. „Ach, bitte, Herr Kommissar“, sagt sie höflich, „mein Fahrrad ist weg. Ich glaube, jemand hat es gestohlen!“
„Ihr Fahrrad ist weg, Frau Liebig?“, fragt Sepp freundlich. „Schon wieder?“
Elli legt ihren Arm um die alte Dame. „Komm Oma, wir suchen dein Fahrrad. Du hast es sicher wieder beim Supermarkt abgestellt.“
Als Elli mit ihrer Oma und Rosa gegangen ist, lacht Sepp. „Oma Liebig“, sagt er zu Hugo. „Sie kommt jeden Tag wegen ihrem Fahrrad. Aber ich muss ihr dankbar sein – ohne sie wäre hier nichts los!“
„Wirklich? Kein Mord?“, fragt Hugo. „Nicht einmal ein Diebstahl?“
„Nichts“, sagt Sepp. „Manchmal wünsche ich mir, dass endlich jemand kommt und sagt: ‚Sepp, es ist was passiert!’“ Er beißt in eins von Ellis Weihnachtsplätzchen.
In dem Moment stürzt ein Mann herein, vielleicht 40 Jahre alt, dick und sehr nervös: „Sepp!“, ruft er. „Es ist was passiert!“
 

„Das ist unser Bürgermeister“, erklärt Sepp Hugo, „Max Gäbl.“ Und zum Bürgermeister: „Was ist denn los, Max? Du bist ja komplett durch den Wind!“
„Meine Schafe“, stammelt Gäbl. „Alle tot! Sechs Stück!“ Er zeigt ein Foto auf seinem Handy. „Und ich weiß auch schon, wer es war: ein Wolf! In Fischbach haben sie einen Wolf gesehen. Mit rotem Fell. Man erkennt ihn sofort.“
“Max“, sagt Sepp langsam und sehr ernst, „was willst du mir sagen?“
„Dass der Wolf ein Killer ist. Dass man ihn erschießen muss.“
„So ein Unsinn“, sagt Elli zornig, gerade ist sie mit Rosa zurückgekommen.
„Elli“, sagt Sepp leise, „wenn der Wolf wirklich getötet hat ...“
„Genau!“, ruft Gäbl. „Und jetzt denkt mal nach! Wir haben Schafe hier. Und Touristen. Und Kinder!“
Ja, denkt Hugo. Gäbl hat Recht. Wölfe können gefährlich sein.
Rosa leckt wieder Hugos Hand, er streichelt sie. Oder hat doch Elli Recht?
„Wölfe attackieren keine Menschen“, wiederholt Elli.
„Und meine Schafe?“, fragt Gäbl. „Sepp, ich will eine Lizenz zum Schießen.“
„Moment!“, sagt Sepp. „Wir haben Gesetze zum Naturschutz.“
Böse schaut Gäbl von Sepp zu Elli und dann zu Rosa. „Vielleicht war es auch ein Hund“, sagt er. „Ein Hund mit rotem Fell ...“
„Hoho … langsam“, sagt Sepp. „Erst mal zum Tatort. Hugo, komm mit!“
 

Hugos erster Tatort in Deutschland.
Sechs tote Schafe. Sie waren einmal weiß, jetzt sind sie rot und schwarz von Blut und Schmutz.

„Puh“, sagt Sepp. „Ich glaube, unsere Elli irrt sich.“
„Und jetzt?“, fragt Hugo. Er mag Elli, er möchte ihr glauben. Aber die Schafe sehen wirklich schlimm aus.
„Zuerst“, sagt Sepp, „brauchen wir DNA-Spuren. Die Schafe müssen ins Labor.“
Auf dem Weg zurück sprechen die Männer nicht. Bis Sepp zu Hugo sagt: „Siehst du die Frau da? Das ist Mimi Gäbl, die Frau von unserem Bürgermeister.“
„O Gott!“, sagt Hugo. „Ist sie auch so nett wie ihr Mann?“
Sepp lächelt. „Nein, nein, die Mimi ist okay. Sie hilft gern. Jeder hier mag sie.“
Jetzt hat auch Mimi die Männer gesehen. „Hallo Sepp!“
„Was hast du denn in deinem Korb?“, fragt Sepp. „Du siehst ja aus wie Rotkäppchen!“
„Ach“, sie hebt ihren Korb hoch. „Nur ein bisschen Obst und Schinken. Das ist für ein paar junge Leute mit ... sagen wir: Problemen. Drogen, weißt du? Aber jetzt sind sie clean. Was anderes: Wisst ihr schon etwas über den Wolf?“
„Nein“, sagt Sepp. „Wir warten auf die Spezialisten.“

Mimi nickt. „Natürlich. Ach, kann denn keine Ruhe sein? Hoffentlich zieht der Wolf bald weiter. Es war immer so schön bei uns in Fischbach! So eine Harmonie zwischen Mensch und Natur ...“
 

„Also, nochmal“, sagt Hugo, „W und B. Wald – bald ...Wir – Bier. Richtig?“
„Super!“, sagt Elli. Wie jeden Tag hat sie die Polizeistation besucht und Hugo beim Deutsch Üben getroffen.
Weit kommen sie nicht, gerade betritt Max Gäbl die Station. „Da schau her!“, ruft er. „So arbeitet also die Polizei? Ist das eine Deutschklasse hier? Sepp! Wo bleibt meine Lizenz zum Schießen?“
„Wir warten auf die Resultate vom Labor“, antwortet Sepp ruhig.
„Ihr wartet, so so! Der Wolf aber nicht! Gerade hat mich der Besitzer vom Schloss angerufen. Sieben Hühner bei ihm sind tot“
Sepp steht auf. „Der Graf von Stolzenstein?“
„Ganz genau!“
„Das ist unser Aristokrat in Fischbach“, informiert Elli Hugo.
„Und?“, fragt Gäbl. „Was sagst du? Erst Schafe, dann Hühner. Muss erst ein Mensch sterben?“
„Stopp!“, ruft Elli mit rotem Gesicht. „So ein Unsinn! Wölfe gehen nicht so nah zu den Menschen.“
„Gut“, sagt Gäbl. „Ich berufe eine Versammlung ein. Thema: Wolf. Ganz Fischbach ist schon in Panik. Und deinen Hund lässt du ab jetzt besser nicht mehr hier laufen, Elli, verstanden?“
„Absolut klar“, sagt Elli. Wütend verlässt sie die Polizeistation.
Von draußen hört man das Lalülalü von einem Krankenwagen.
Und Elli kommt zurück. Sie ist weiß wie die Wand.
 

„ Oma…“ Elli spricht nicht weiter. Ihre Stimme bleibt weg. Sie kann nicht glauben, was passiert ist.
„Was ist mit deiner Oma?“ Hugo nimmt Ellis Hand. Es fühlt sich gut an. Es gibt ihr Kraft.
„Sie ist …“ Sie schluckt. „Sie ist schwer verletzt.“
„Oh mein Gott!“, ruft Hugo und drückt ihre Hand fester. „Ist sie mit dem Fahrrad gestürzt?“
„Ja ... Nein ... Es war im Wald ... Sie fährt doch jeden Tag mit ihrem Rad durch den Wald zum Supermarkt. Da ist etwas passiert. Etwas Schlimmes.“
Sepps Telefon klingelt. „Das Krankenhaus“, flüstert er.
„Pst!“, macht Sepp, dann nickt er immer wieder, sagt „Ja ... ja... verstehe“ und legt auf.
„Was ist mit Oma?“, ruft Elli.  Ihr wird schlecht. „Ist sie …“
„Elli, setz dich!“ Sepp sieht sie bedrückt an. „Es sieht leider sehr schlimm aus. Die Ärzte sagen, deine Oma ist in Lebensgefahr. Kann sein, dass sie nicht überlebt.“ 
Elli starrt Sepp an. Sie spürt Hugos Hand. Sie spürt, dass er den Arm um sie legt. Trotzdem ist ihr kalt. Oma soll sterben? Das darf nicht passieren! Und wenn doch? Der nächste Gedanke ist schrecklich. Wenn es doch der Wolf war? Wenn sie einen Fehler gemacht hat? Dann ist sie vielleicht schuld an Omas Tod. Sie, Elli, mit ihrem Kampf für den Wolf.
„Geh nach Hause, Elli“, sagt Sepp. Und zu Hugo: „Komm mit! Wir müssen ins Krankenhaus.“
 

Das Haus ist so still ohne Oma. Elli starrt auf ihr Handy.
Warum ruft Hugo nicht an? Jetzt sind Sepp und Hugo schon zwei Stunden im Krankenhaus und sie hat immer noch keine Nachricht. Sie streichelt Rosa.
Da läutet endlich das Telefon.
„Was ist mit Oma?“, ruft Elli.
„Sie ist noch bewusstlos“, sagt Hugo. „Aber wir haben mit der Ärztin gesprochen und mit dem Jogger, der sie gefunden hat.“
„Wird Oma wieder gesund?“ Das ist das einzige, was Elli jetzt interessiert.
„Ich weiß es nicht … Warte …“  Elli hört, wie Hugo leise mit Sepp spricht. Dann ist Sepp am Telefon.
„Elli“, sagt er leise. „Der Jogger sagt, ein großes, rotes Tier hat Oma Liebig attackiert.“
„Ein großes, rotes Tier?“ Elli schluckt.
„Das war alles, was deine Oma sagen konnte, bevor sie bewusstlos wurde.“ Sepp seufzte. „Elli, wenn das kein Wolf war … es gibt nur ein großes, rotes Tier im Dorf …“
Elli schüttelt den Kopf. Sie spürt Rosas Fell unter ihren Fingern. Ihr rötliches, warmes Fell. Nein! Nicht Rosa! Niemals! Rosa sieht gefährlich aus, aber sie ist nicht gefährlich.
Elli weiß das.
Aber die Leute im Dorf …  was werden sie tun, wenn sie Rosa für eine Killerbestie halten?
 

Elli hält es zu Hause nicht mehr aus.
Omas leerer Stuhl. Es riecht nach dem Kuchen, den Oma heute früh gebacken hat.
Und nun ... Elli weiß nicht einmal, ob Oma wieder nach Hause kommen wird!
Rosa schleckt ihre Hand. Vielleicht fühlt sie Ellis Unruhe.
Elli steht auf. 
Sie kann nicht warten, bis die Bewohner im Dorf gegen Rosa Stimmung machen. Sie muss wenigstens Rosa beschützen.
Denn sie weiß, dass Rosa Oma nicht verletzt hat! Niemals würde Rosa das tun. Sie nimmt ihr Handy. Wählt. „Hugo? Können wir uns treffen?“
„Ich bin schon da!“, sagt Hugo.
Elli öffnet die Tür. Tatsächlich!
Hugo kommt die Stufen hoch. „Ich wollte sehen, wie es dir geht“
Vor Freude umarmt sie ihn. Und lässt ihn gleich wieder los. Was soll Hugo von ihr denken!
„Wir müssen etwas tun“, sagt Elli. „Wir gehen auf Gäbls Versammlung. Da erkläre ich den Leuten, warum sie keine Angst vor Wölfen haben müssen. Auch keine Angst vor Rosa! Sie ist so brav! Guck mal ...“
Sie legt Rosa ein Stück Salami auf die Nase. „Nein, Rosa, Ruhe“, befiehlt sie. Sie wartet. Dann sagt sie: „Nimm!“ 
Rosa nimmt die Salami und frisst sie.
„Na?“, fragt Elli.
„Ich fürchte, das reicht nicht“, sagt Hugo.
„Aber was können wir dann tun?“
 

„Wir müssen zum Tatort.“ Hugo steht auf. „Deine Oma hatte keinen Unfall. Etwas hat sie attackiert – ein großes, rotes Tier, mehr wissen wir nicht.“
„Aber Rosa war das nicht!“ Elli kann kaum atmen.
„Ich habe nicht gesagt, dass es Rosa war.“ Hugo nimmt Ellis Hand. „Wenn wir die Wahrheit herausfinden wollen, müssen wir auch nach ihr suchen. Also den Tatort untersuchen. So habe ich es auf der Polizeischule in Mexiko gelernt.“
„Darf ich mitkommen?“ Elli steht auch auf. Gefolgt von Rosa, die aufmerksam von Elli zu Hugo sieht.
Hugo zögert. Dann nickt er. „Gut. Eine Bedingung: Rosa bleibt hier!“
„Aber ... sie kann uns helfen!“ Elli streichelt Rosa über den Kopf. „Sie hat eine exzellente Nase!“
„Nein. Die Leute haben Angst. Es ist besser, wenn man sie gerade jetzt nicht sieht.“
Sie gehen los. Ohne Rosa. Ohne zu sprechen. Elli kann nur an Oma Liebig und Rosa denken.
Da läutet Hugos Handy. Es ist Sepp. Das Gespräch ist sehr kurz.
Hugo steckt das Handy weg. „Die Spurensicherung hat am Mantel deiner Oma Haare gefunden. Die gute Nachricht: Es sind nicht Rosas Haare.“
„Gott sei Dank!“, ruft Elli erleichtert.  
„Die schlechte Nachricht“, sagt Hugo ernst. „Die Haare sind von einem Wolf.“
 

Sie gehen schnell, es wird früh dunkel im Wald.
Elli hat Respekt vor dem Wald. Er ist groß, man kann sich verlaufen.
Rosa ist außer Gefahr – Gott sei Dank, denkt Elli. Und der Wolf? Diese Wolfshaare an Omas Mantel ... „Weißt du was?“, sagt sie zu Hugo. „Ich glaube immer noch nicht, dass ein Wolf meine Oma attackiert hat. Es ist genau umgekehrt. Menschen attackieren die Wölfe. Früher haben in Deutschland viele Wölfe im Wald gelebt. Aber dann hat man sie alle getötet. 1850 ist der letzte Wolf in Deutschland gestorben. In der Lausitz. Ein paar dumme Aristokraten haben ihn getötet. Die Schafe – ja, die muss man schützen. Aber genau dafür gibt es Hunde. Ein guter Hund bei den Schafen – dann kommt kein Wolf näher als 100 Meter.“
Sie sind da. Hugo zeigt auf die Markierungen am Tatort.
Die Stelle, wo das Fahrrad stürzte. Druckstellen. Etwas Blut. Mehr finden sie nicht.
„Schade, dass Rosa nicht dabei ist“, sagt Elli. „Ihre gute Nase könnte uns helfen ...“
Zurück bei Ellis Haus verabschiedet sich Hugo. „Wann beginnt die Versammlung?“, fragt er.
„Um acht.“ Elli seufzt. „Das wird nicht einfach. Die Menschen haben zu viel Angst. Aber ich versuche es, ich werde eine Rede über Wölfe halten. Und über Hunde. Tschüss, Hugo!“
„Tschüss Ell! Bis um acht!“
Hugo ist weg. Und Elli kann immer nur das Gleiche denken: Oma, das Fahrrad, ein Wolf ...
Schließlich springt sie auf. „Komm Rosa! Wir gehen noch einmal zum Tatort. Ich brauche deine Nase.“
 

Wieder geht Elli in den Wald. Jetzt ist er noch dunkler. Überall knackt und raschelt es.
‚Das sind nur Tiere ‘, denkt Elli. „Bu-hu, bu-hu“, schreit ein Vogel.
Elli wünscht, Hugo wäre auch hier.
Zum Glück ist Rosa da. 
Aber was hat Rosa?
Ihre Nase ist tief am Boden. Sie ist nervös. Zieht an der Leine. Zieht und zieht. Sie hat etwas gefunden. Aber was riecht sie da?
Einen anderen Hund? Ein Reh?
„Rosa!“, ruft Elli, „Langsam!“
Aber Rosa wird immer schneller. Schon lange haben sie den Weg verlassen. Es ist so dunkel, Elli sieht fast die Bäume nicht mehr. Zeit, zurück zu gehen.
„Rosa, nach Hause!“, sagt sie.
Doch Rosa zieht sie immer tiefer in den Wald. Dann bleibt sie plötzlich stehen.
Elli leuchtet mit ihrer Lampe auf den Boden. Da liegt etwas unter einem Stein. Was ist das?
Eine Wolfsschlinge! Damit hat man früher Wölfe gefangen.
Seltsam ... Solche Schlingen sind heute verboten!
Wer hat die Schlinge gelegt?
Gibt es noch jemanden, der den Wolf retten will?
Oder will jemand den Wolf töten?
Oder gibt es eine ganz andere Erklärung?
 

„Aus! Rosa, aus!“
Rosa hebt den Kopf. 
Elli hält ihre Lampe auf die Wolfsschlinge. Jetzt sieht sie das Blut. Und die vielen Haare. Wolfshaare.
Nein!, denkt Elli. Jemand hat den Wolf mit dieser Schlinge gefangen!
Aber was ist dann mit dem Wolf passiert? Hat er sich befreit? Hat man ihn ... getötet?
Sie hält die Schlinge hoch, sie will besser sehen.
Die vielen Haare, das Blut ... offenbar konnte der Wolf sich befreien.
Nur warum lag die Schlinge unter einem Stein? Der Wolf hat sie sicher nicht dort versteckt.
Sondern ein Mensch. Jemand hat die Schlinge gelegt und sie später unter diesem Stein versteckt.
Aber warum?
Es gibt nur eine Erklärung: Manipulation! Das muss sie der Polizei melden.
Elli sieht auf die Uhr. Schon sieben. In einer Stunde beginnt die Versammlung.
„Schnell, Rosa!“ Sie läuft durch den dunklen Wald zurück ins Dorf bis zur Polizeistation. Aber Sepp ist schon weg. Sie kann Rosa nicht mehr nach Hause bringen, dafür reicht die Zeit nicht mehr. Aber sie kann sie in Sepps Garten lassen. Für Rosa ist das kein Problem, sie kennt den Garten.
Die nächste Station ist Gäbls Haus. Hoffentlich ist der Bürgermeister nicht auch schon auf der Versammlung. Wenigstens ihm will sie die Wolfsschlinge zeigen. Er war immer aggressiv gegen den Wolf. Vielleicht ändert er seine Meinung, wenn er das hier sieht.
 

Wann kommt Elli?, denkt Hugo. Er sieht sich um. Der Saal ist voll. Alle Plätze sind besetzt, viele müssen stehen.
Die Versammlung hat noch nicht angefangen. Der Bürgermeister ist noch nicht da. Hugo sieht auf die Uhr. Schon zwanzig Minuten nach acht Uhr.
Da geht die Tür auf. Bürgermeister Gäbl kommt in den Saal. Groß, dick und majestätisch.
Dann geht es los. Die Diskussion ist laut und aggressiv – Wolf töten oder Wolf schützen?
Hugo ist nervös. Immer mehr wollen den Wolf töten – wann kommt Elli? Sie wollte doch eine Rede halten!
Nein, er kann nicht länger warten! Wenn Elli nicht kommt, muss er sprechen.
„Entschuldigung“, sagt er, „Ich möchte etwas sagen. Soweit ich weiß attackieren Wölfe keine Menschen. Nur Schafe – und die können wir mit speziell trainierten Hunden schützen.“
Mimi nickt ihm zu. „Sehr gute Idee.“
„Ha!“, ruft Graf von Stolzenstein: „Woher kommen Sie? Aus Mexiko? Und was wissen Sie über Wölfe? Meine Familie hat eine Tradition von vielen hundert Jahren. Und hundert Jahre schlechte Erfahrungen mit Wölfen: Wölfe sind Killer. Für Wölfe gibt nur eine sichere Lösung: Schießen! Nur ein toter Wolf ist ein guter Wolf.“
 

„Schießen!“ Ein Mann steht auf und sagt es laut. „Tötet den Wolf!“
„Ja! Tötet den Wolf!“ Immer mehr Menschen stehen auf und rufen diese Parole.
Was passiert hier?, denkt Hugo. Sind die alle verrückt geworden?
Er sieht zu Sepp. Sollen sie etwas tun? Sepp schüttelt den Kopf. Sein Blick sagt: Cool bleiben.
„Aber, aber!“ Jetzt steht Mimi auf, die Frau des Bürgermeisters. „Liebe Leute!“
Die Menge beruhigt sich. Die Rufe werden leiser. Verstummen.
„Liebe Leute“, sagt Mimi noch einmal. „Jetzt seid mal nicht so fanatisch! Wir brauchen doch die Natur. Und Wölfe sind ein Teil der Natur. Sie sind gut für uns – auch für unseren Wald, sogar für unseren Tourismus. Nur ...“, sie seufzt, „eine Bedingung braucht es schon: Natürlich darf der Wolf keine Menschen attackieren.“
„Mimi hat Recht“, sagt einer.
„Ja, Mimi hat Recht!“
Hugo atmet auf. „Mimi ist eine weise Frau“, sagt er zu Sepp.
Gerade da läutet Sepps Telefon. Sepp hört zu, dann nickt er zufrieden. „Das Krankenhaus. Oma Liebig geht es besser. Sie kommt durch.“
Hugo ist erleichtert – nur: Wo ist Elli?
Sie hat gesagt, sie kommt auf die Versammlung und spricht da. Elli hält ihr Wort, das weiß er. Wo bleibt sie? Nervös wählt Hugo ihre Nummer. Keine Antwort.
 

Die Versammlung ist zu Ende.
Der Saal ist leer, nur die Bar ist voll. Viele sitzen da und trinken Bier.
Noch einmal wählt Hugo Ellis Nummer.
Wo ist sie? Was ist los mit Elli?
„Sepp“, sagt Hugo, „Elli geht nicht ans Telefon. Ich mache mir Sorgen.“
„Elli?“ Sepp trinkt gerade sein zweites Bier. „Bleib cool, Hugo. Elli kann gut auf sich selbst aufpassen.“
„Aber das ist so untypisch für sie! Sepp, sollen wir sie nicht suchen gehen?“
„Wie? Mit dem Auto? Ich habe zwei Bier getrunken. Außerdem darf die Polizei erwachsene Personen ohne wichtigen Grund gar nicht suchen.“
Die Polizei nicht, denkt Hugo. Aber ich. Hugo Martinez, der Privatmann.
Er geht aus dem Lokal, versucht noch einmal Elli anzurufen.
„Zigarette?“, fragt jemand in der Dunkelheit. Im nächsten Moment flammt ein Feuerzeug auf und Hugo sieht in das Gesicht von Graf von Stolzenstein.
„Danke“, sagt er überrascht.
„Sie wollten auch zum Rauchen raus?“, fragt Stolzenstein. „Dieses schreckliche Anti-Raucher-Gesetz!“
„Nein, nein, ich wollte Elli suchen. Sie kennen doch das Mädchen? Ich bin ganz irritiert, weil sie nicht ans Telefon geht.“
„Ach, unsere Elli“, sagt der Graf, „ein nettes Mädchen!“ Er lächelt. Dann legt er Hugo den Arm um die Schulter. „Elli ist ganz sicher im Krankenhaus bei ihrer Oma. Da funktioniert das Telefonieren oft nicht, machen Sie sich keine Sorgen!“
„Bei der Oma im Krankenhaus – aber natürlich!“, ruft Hugo erleichtert. „Warum habe ich daran nicht selbst gedacht?!“
 

Elli macht die Augen auf.
Sie will die Hände bewegen – es geht nicht.
Wo bin ich?, denkt Elli. Was ist passiert?
Es ist dunkel. Kalt. Und vollkommen still. Jetzt versteht sie: Sie ist an Händen und Füßen gefesselt. Angst steigt in ihr hoch.
„Hallo?“ Sie horcht. Keine Antwort. „Haaallooo?“
Die Angst in ihr wächst. Warum ist sie gefesselt? Wer war das?
Sie schaut in die Dunkelheit. Die Augen fokussieren, langsam erkennt sie Konturen.
Ein Raum. Ein Tisch. Eine Bank. Stühle. Mehr kann sie nicht erkennen.
War sie schon einmal hier?
Sie will sich erinnern. Was ist passiert? Wie lange ist sie schon hier?
Aber sie kann sich nicht erinnern. Nur ...  da war etwas mit einem Wolf. Aber was?
Das Denken ist mühsam. Ihr Kopf schmerzt.
Sie schließt die Augen. Draußen raschelt es. „Bu-huu“ – ein Vogel. Sie ist im Wald! In einer Hütte im Wald!
Ihr wird kalt. Schrecklich kalt. Es ist Dezember im Schwarzwald. Wie viel Grad? Null? Minus drei? Es wird noch kälter werden! Dann erfriert sie, Elli weiß das.
Aber sie will nicht sterben.
Sie muss doch Oma wieder sehen! Sepp! Und Hugo! Und was macht Rosa ohne sie?
Dann hört sie einen seltsamen Laut. Wie ein Singen: „Wu-huu!“
Was ist das?
Der Wolf?
 

Am nächsten Morgen fährt Hugo sofort ins Krankenhaus. Er muss mit Oma Liebig sprechen. Vielleicht erinnert sie sich. Und vielleicht ist Elli noch dort. Bei dem Gedanken an Elli geht er schneller. Vor Oma Liebigs Zimmer steht die Ärztin.
„Guten Morgen, Herr Martinez“, sagt sie. „Hören Sie, seit gestern Abend wissen wir mehr über die Verletzungen der Patientin. Man hat Frau Liebig mit einem Messer attackiert. Da wollte wohl ein Dilettant die Attacke eines Wolfes imitieren.“
„Was sagen Sie?“ Hugo stürmt in Oma Liebigs Zimmer. „Guten Morgen, Frau Liebig! Wir kennen uns noch nicht. Ich bin Polizist. Eine kurze Frage: War Elli gestern bei Ihnen?“
„Nein.“ Sie sieht Hugo verwundert an. „Wer sind Sie? Ein Polizist?“
Hugo ignoriert ihre Fragen. „Jemand hat Sie gestern attackiert? Wer war das?“
„Oh ... ich ... weiß nicht. Ein Mann.“
„Können Sie ihn beschreiben?“
„Er sah ... böse aus, glaube ich.“
Wieder ruft Hugo bei Elli an. Wieder keine Antwort.
Jetzt ist er ganz sicher: Elli ist in Gefahr!
Er verabschiedet sich von Oma Liebig und fährt zur Polizeistation. Sepp schläft noch, das Bier war zu gut gestern. Und im Garten – sitzt Rosa und sieht hungrig aus.
„Gott sei Dank, wenigstens du bist da“, sagt Hugo zu Rosa. „Weißt du was, Rosa? Wir gehen zusammen Elli suchen. Hier: der Rest von der Salami. Und jetzt los, Rosa! Such Elli!“
 

Es ist so kalt. Schrecklich kalt.
Sie hat Durst. Und Hunger. Die Arme und Beine sind steif. Vor Kälte und von den Fesseln.
Will jemand, dass sie hier stirbt? Soll sie verhungern oder verdursten? Erfrieren geht am schnellsten. Aber sie will nicht sterben.
Ich muss mich bewegen, denkt Elli. Irgendwie muss ich mich warm machen. Und wie – mit den Fesseln an Händen und Füßen? Schon steigt wieder die Panik hoch. 
Ruhig, sagt Elli zu sich. Ruhig. Denk nach! Lass die Augen offen! Sie beginnt, sich auf dem Rücken hin und her zu schaukeln. Links – rechts – links – rechts. So müde macht das. Aber sie gibt nicht auf. Links – rechts – links – rechts.
Sehr langsam wird es hell. Etwas singt ‚Tschilp‘ und ‚Dilili’. Wintervögel. Die Nacht ist vorbei und sie lebt.
Dann hört sie noch etwas. Schritte! Jemand kommt zur Hütte. Freund oder Feind? Elli atmet ganz leise.
Eine Stimme. Es ist ein Mann. Offenbar telefoniert er.
„Nein“, hört sie. „Nein, das mache ich nicht! Ich bin kein Mörder ... bei dieser Oma, ich wollte doch nur... nein, das war ein Unfall! Sie ist gestürzt! ... Was? Ja ... Aber warum? ... Ja, ich hab verstanden, verdammt! Sie sind der Boss ...Jaa! Ist gut!“
Ein Klick.
Er öffnet eine Flasche. Ist es Alkohol? Braucht der Mann Alkohol, weil er sie anders nicht töten kann?
 

Jetzt ist der Mann an der Tür.
Ein Klirren. Glas! Hat er eine Flasche zerbrochen?
Will er sie damit töten?
Elli kann nicht mehr atmen.
Die Tür geht auf und der Mann kommt herein. Die Flasche in seiner Hand ist zerbrochen, der Rand scharf wie ein Messer.
Fünf Sekunden vergehen. „Hallo“, sagt Elli mitten in ihrer Angst, „ich kenne dich.“ Sie hat ihn wirklich schon gesehen. Er gehört zu der Gruppe von jungen Leuten im Dorf. Mimi hat von ihnen erzählt:  ...’Probleme ... Drogen ... jetzt sind sie clean ...’
Der Mann antwortet nicht. Er ist tatsächlich noch sehr jung, sechzehn? Maximal siebzehn. Elli weiß, sie muss jetzt die richtigen Worte finden. „Hör zu, du schneidest mir jetzt sofort diese Fesseln durch. Was stehst du da so dumm herum?“
Keine Antwort. Der Junge schaut sie nicht an. Aber er kommt näher.
„Ich weiß nicht, warum du das hier machst“, sagt Elli, „auch nicht für wen. Aber ich weiß etwas anderes: Es wird nicht lustig für dich später – als Mörder.“
„Du weißt gar nichts!“, sagt der Junge böse.
„Zuerst die Drogen, dann Gefängnis, falsche Freunde, wieder Drogen ...“
„Ich nehme keine Drogen!“
„Gut so. Weißt du, welches Datum wir heute haben? Morgen ist Heilig Abend. Den möchte ich gern im Wald feiern. Mit meinen Freunden, meiner Oma, meinem Hund. Was ist mit dir? Willst du dabei sein? Oder feierst du Weihnachten lieber im Gefängnis?“
„Hör auf! Stopp!“ Er kommt näher. Die kaputte, spitze Flasche immer noch in der Hand.
 

„Rosa!”, ruft Hugo.
Voll Enthusiasmus rennt Rosa zu ihm, im Maul eine Plastiktüte.
„Brav!“, sagt Hugo verzweifelt. „Aber das ist es nicht. Du sollst Elli finden, nicht alles, was die Leute im Wald deponieren!“ Seit einer Stunde läuft er mit Rosa durch den Wald. Die Hündin ist begeistert von dem Spiel. Bis jetzt hat sie einen alten Pullover, einen kaputten Ball und die Plastiktüte gebracht.
„Ach, Rosa!“, sagt Hugo. „Was machen wir nur?“
Plötzlich stellt Rosa die Ohren auf.
„Rosa? Riechst du etwas?“
Rosa wedelt mit dem Schwanz.
„Los, Rosa, such!“, ruft Hugo.
Rosa läuft, Hugo auch.
Immer schneller geht es.
Da! Eine Hütte.
Rosa bellt und rennt auf die Hütte zu. Hugo hinter ihr.
Er reißt die Tür auf. Rosa fliegt in die Hütte. Gleich darauf leckt sie Elli über das Gesicht.
„Elli!“, ruft Hugo. Dann sieht er es erst: Elli mit einer roten Jacke über ihrer schwarzen, den Jungen ohne Jacke, die zerbrochene Flasche, zerschnittene Stricke am Boden.
„Darf ich vorstellen?“, sagt Elli. „Das ist Will. Will – das ist mein Freund Hugo.“
„Mann, Elli, was ist passiert? Du warst gefesselt! Und er – was hat er ...?“
Elli lächelt. „Ach, wir haben nur ein wenig miteinander gesprochen. Ich habe Will erzählt, dass ich bald Juristin bin. Manchmal braucht man ja einen Juristen im Leben...“
Jetzt begreift Hugo. „Elli, du Schwätzerin!“, sagt er erleichtert. „Du hast dich selbst gerettet!“
 


 
 

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