Erstes internationales PASCH-Alumni-Treffen Neue Ideen, neue Kontakte, neue Projekte

PASCH-Alumni nutzen das Treffen zum Kennenlernen und Vernetzen.
PASCH-Alumni nutzen das Treffen zum Kennenlernen und Vernetzen. | Foto: © Bernhard Ludewig

Netzwerken, Austauschen und Engagieren standen im Fokus des ersten internationalen Alumni-Treffens der Initiative Schulen: Partner der Zukunft (PASCH). Rund 120 Alumni kamen im November 2016 für zwei Tage in Berlin zusammen, um Vorschläge für die künftige Alumniarbeit zu sammeln und das beste Alumniprojekt des Jahres zu küren.

Obwohl die PASCH-Alumni aus ganz verschiedenen Ländern kommen und sich während ihres Studiums in Deutschland mit sehr unterschiedlichen Inhalten beschäftigen, verbindet sie doch einiges: ihre Begeisterung für die deutsche Sprache, ihr Interesse an Deutschland, ihre Identifikation mit PASCH und damit zusammenhängend auch ihre Verbundenheit mit dem Deutschunterricht an ihren Heimatschulen. Viele haben während der Schulzeit (PASCH-)Jugendkurse besucht, an regionalen Sommercamps teilgenommen oder sich an Wettbewerben auf PASCH-net beteiligt. Das wurde bei dem ersten zweitägigen internationalen PASCH-Alumni-Treffen mit 120 Teilnehmenden aus 43 Ländern, das auf Einladung des Auswärtigen Amts und in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) durchgeführt wurde, deutlich.

PASCH

2008 rief das Auswärtige Amt die Initiative Schulen: Partner der Zukunft (PASCH) mit dem Ziel ins Leben, ein weltumspannendes Netz von Partnerschulen mit besonderer Deutschlandbindung aufzubauen. Seitdem wird sie zusammen mit dem Goethe-Institut, der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz umgesetzt. Das Partnerschulnetzwerk umfasst mittlerweile weltweit über 1.800 Schulen aus mehr als 120 Ländern, an denen Deutsch einen besonderen Stellenwert hat. Über das Erlernen der deutschen Sprache hinaus trägt PASCH als internationale Lerngemeinschaft nachhaltig zum kulturellen Austausch und zum besseren gemeinsamen Verständnis bei.
In der Zukunftswerkstatt wurden die Alumni kreativ und planten eigene Projekte. In der Zukunftswerkstatt wurden die Alumni kreativ und planten eigene Projekte. | Foto: © Bernhard Ludewig Ziel des Alumnitreffens war es, das Netzwerk aus ehemaligen PASCH-Schülerinnen und -Schülern über den Austausch und die Entwicklung von gemeinsamen Ideen für die weitere Alumniarbeit zu stärken. Bei der Zukunftswerkstatt am ersten Tag betonten die Alumni, dass ihnen die persönlichen Begegnungen, der Austausch über das Studium in Deutschland und die gegenseitige Unterstützung besonders wichtig seien. Am zweiten Tag standen Workshops zu Projektmanagement, Rhetorik, Netzwerkbildung, Bewerbungstraining, Öffentlichkeitsarbeit und Mentoring im Vordergrund, um die Alumni in hochschul- und berufsrelevanten Themen weiterzubilden.

Alumni als Multiplikatoren

PASCH und die Verbundenheit zur deutschen Sprache sollen nicht mit dem Abschluss der Schule der Vergangenheit angehören, sondern für die Absolventen auch weiterhin ein Austausch-, Vernetzungs-, Weiterbildungs- und Identifikationspotenzial bieten. Die Förderung der Alumniarbeit und die Stärkung eines Alumninetzwerks sind für alle Schulen und Bildungsinstitutionen mit Deutschunterricht relevant, da gerade die Alumni als Multiplikatoren die Schülerinnen und Schüler am besten motivieren können. Auf dem Treffen haben die Alumni deutlich gemacht, dass sie sehr engagiert sind und auch gerne das Lernen von Deutsch sowohl in ihren Heimatländern als auch in Deutschland unterstützen und über das Studieren in Deutschland informieren möchten. Als Organisatoren und Unterstützer von regionalen Veranstaltungen und Projekten oder auch als Informationsquelle für Studieninteressierte – Alumni können in viele Aktivitäten eingebunden werden und freuen sich, über ihre eigenen Erfahrungen berichten und diese einbringen zu können.
 
  • Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten PASCH-Alumni-Treffens in Berlin. Foto: © Bernhard Ludewig
    Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten PASCH-Alumni-Treffens in Berlin.
  • Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten PASCH-Alumni-Treffens in Berlin.  Foto: © Bernhard Ludewig
    Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten PASCH-Alumni-Treffens in Berlin.
  • Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten PASCH-Alumni-Treffens in Berlin.  Foto: © Bernhard Ludewig
    Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten PASCH-Alumni-Treffens in Berlin.
  • Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten PASCH-Alumni-Treffens in Berlin.  Foto: © Bernhard Ludewig
    Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten PASCH-Alumni-Treffens in Berlin.
  • Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten PASCH-Alumni-Treffens in Berlin. Foto: © Bernhard Ludewig
    Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten PASCH-Alumni-Treffens in Berlin.
  • Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten PASCH-Alumni-Treffens in Berlin. Foto: © Bernhard Ludewig
    Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten PASCH-Alumni-Treffens in Berlin.
  • Pasch Erfolgsbeispiele Foto: © Goethe-Institut/Anja Schwab

Lernpartnerschaften entstehen

Die Alumni haben ein großes Interesse daran, ihre eigenen Erfahrungen weiterzugeben. Um Studienanfängerinnen und -anfängern von PASCH-Schulen ihre Ankunft in Deutschland, einem für sie noch recht fremden Land, und den Studienbeginn zu erleichtern, möchten sich viele der Alumni als Mentoren engagieren. Im Rahmen des PASCH-Alumni-Treffens fand ein erster Mentorenworkshop statt, in dem einige Alumni die verschiedenen Rollen und Aufgaben eines Mentors kennenlernten. Ab nächstem Sommersemester wird jeder dieser Alumni ein bis zwei Mentees betreuen und ihnen praktische Tipps an die Hand geben. Ob es um den Umgang mit Heimweh geht, die Eröffnung eines Kontos, Schwierigkeiten bei der Einschreibung oder das Zurechtkommen in einer neuen Lernkultur, die Mentoren beraten und sind Ansprechpartner auf Augenhöhe. Der Idee, dass die Alumni auch nach dem Schulabschluss noch einen aktiven Part im PASCH-Netzwerk übernehmen, wird durch das PASCH-Mentoring-Programm ein Rahmen gegeben. Einige der Mentorinnen und Mentoren werden zudem Informationsveranstaltungen zu Studienmöglichkeiten in Deutschland an den Schulen in ihren Heimatländern durchführen und sind damit ein Bindeglied zwischen Schule und Studium, aber auch zwischen Heimatland und Deutschland.

Gesellschaftliches Engagement wird ausgezeichnet

Preisverleihung des Alumniprojekts des Jahres 2016 v. l. nach r.: J. Lauer, U. Bayasgalan, Dr. H. Uhlig, B. Tumendalai, D. Batmunkh, N. V. Able, K. Hlomewu, L. Aledi, M. Mikhalchuk, H. Jantsch Preisverleihung des Alumniprojekts des Jahres 2016 v. l. nach r.: J. Lauer, U. Bayasgalan, Dr. H. Uhlig, B. Tumendalai, D. Batmunkh, N. V. Able, K. Hlomewu, L. Aledi, M. Mikhalchuk, H. Jantsch | Foto: © Bernhard Ludewig Sich lieber den aktuellen sozialen Problemen im eigenen Land widmen oder sich der Unterstützung und Förderung von Deutsch und der deutschen Kultur im Heimatland verschreiben? Soziales und gesellschaftliches Engagement wurde bei den 51 eingereichten Projektvorschlägen des Alumniprojekts des Jahres 2016 besonders geehrt. Die sechs Gewinnerprojekte aus Togo, der Mongolei, Benin, Indien, Bulgarien und Weißrussland/Ukraine/Usbekistan, die mit einem Preisgeld von 2.000 Euro dotiert sind, zeichnen sich durch Innovation, Gemeinnützigkeit und Nachhaltigkeit aus.
Das Projekt aus Togo hat beispielsweise zum Ziel einen Raum zu schaffen, um über das Thema Migration zu diskutieren und Einblicke in praktisch-handwerkliche Ausbildungen zu geben. Während das Projekt aus der Mongolei das Interesse an der deutschen Sprache und Kultur wecken und die Kenntnisse über Deutschland in der mongolischen Bevölkerung fördern möchte, widmet sich das Projekt aus Indien der Förderung gesellschaftlicher Teilhabe und Bildung von benachteiligten Kindern. Wie an diesen Beispielen zu erkennen ist, haben alle Gewinnerteams mit ihren Projekten ihre persönlichen Anliegen und länderspezifische Besonderheiten zum Ausdruck gebracht.