Artist In Residence Exchange Program

AIR 2019 © AIR FRA KL 2019

Fr, 28.06.2019 -
Di, 31.12.2019


Wir möchten gerne die diesjährigen Residenzkünstler*innen bekanntgeben und ihnen herzlich gratulieren.

Das Austauschprogramm der Residenzkünstler*innen zielt nicht nur darauf ab, zeitgenössische visuelle Kunst zu unterstützen, sondern gleichzeitig auch den internationalen Austausch zwischen Frankfurt am Main und Kuala Lumpur zu fördern. Das Programm bietet jungen und angehenden Künstler*innen an, sich in ihrer eigenen Kunstpraktik weiterzuentwickeln und ein internationales Netzwerk aufzubauen.
 

Das Austauschprogramm wurde im Jahr 2016 von Basis e.V. Frankfurt am Main und dem Goethe-Institut Malaysia initiiert und vom Lostgens‘ Contemporary Art Space Malaysia sowie dem Kulturamt Frankfurt unterstützt. Diese Form von Austausch zwischen Residenzkünstler*innen gibt es in Malaysia kein zweites Mal.
Visuelle Künstler*innen der jeweiligen Länder können sich für ein Stipendium bewerben, indem sie in der vorgegebenen Bewerbungsfrist ein Bewerbungsschreiben und Projektvorschlag einreichen. Das Projekt findet jährlich statt. Die jeweiligen Juroren der Gastländer wählen dann die Künstler*innen aus. Die Residenzdauer entspricht 3 Monate und die ausgewählten Künstler*innen bekommen einen monatlichen Lebensunterhalt in Höhe von 1000€ ausgezahlt. Zusätzlich werden 500€ vergeben, wenn die Künstler*innen sich dafür entscheiden, am Ende ihres Aufenthaltes die entstandenen Kunstwerke auszustellen. Für die Unterkunft und für ein Studio sorgen die jeweiligen Gastgeber.
Das Austauschprogramm für Residenzkünstler*innen legt großen Wert auf einen gerechten und professionellen Auswahlprozess. Die Jury, welche aus unabhängigen Experten besteht, wird nach sorgfältiger Analyse 5 potentielle Kandidaten aussuchen, die den Partnerorganisationen vorgestellt werden. Diese entscheiden sich letztendlich für die finalen Kandidat*innen. Die Auswahl findet unter der Beachtung der künstlerischen Entwicklung, Portfolios und dem vorgeschlagenen Projekt der jeweiligen Bewerber*innen statt.
 
 
Die diesjährigen Residenzkünstler*innen sind Sarah Schoderer aus Deutschland und Helmi Azam aus Malaysia.
 
Sarah Schoderer
hat bis 2011 bildende Kunst in Frankfurt am Main, Deutschland studiert. Seitdem arbeitet sie als Freiberuflerin an internationalen Kunstprojekten mit. So war sie bereits in Kenia, Belgien, Kroatien, Tunesien und natürlich Deutschland tätig. Ihre Kunstform ist hauptsächlich die der Malerei, aber Skulpturen für Filme und entstanden aus der Malerei interessieren sie ebenfalls. Sarah Schoderer sieht sich als ausführende Konzeptkünstlerin mit starkem Fokus auf visuelle Formen, die verschiedene Aspekte der kontemporären Gesellschaft reflektiert. In ihren vergangenen Projekten setzte sie sich verstärkt mit der Konsumkultur der westlichen Gesellschaft auseinander. In 2013 entwickelte sie mit dem nairobischen  Kunstcenter Kuona Trust einen Workshop, welches den Titel „Copying Africa – Contemporary art or cliché“ trägt. In diesem Workshop befasste sie sich mit den Fragen danach, wie man, im Hinblick auf die afrikanische Kunst und Kunsthandwerk, zwischen Kunst und Kitsch unterscheidet.
Sarah Schoderer wird ihre Residenz im Lostgens‘ Contemporary Arts Space vom 28.06. bis 20.08.2019  antreten. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte ihre Webseite: www.sarahschoderer.com
 
Helmi Azam (auch bekannt als Azam Aris) schloss seinen Bachelor in bildender Kunst an der UiTM Shah Alam in 2007 ab. Bereits ein Jahr später wurde ihm eine Künstlerresidenz bei dem HOM Art Trans angeboten, welches zu seiner ersten Solo-Show namens „Float“ führte. Er hat an diversen Gruppenausstellungen und internationalen Residenzprogrammen wie bspw. Ties of Tenggara der National Visual Arts Gallery Malaysia und dem ACME Studios London Residency teilgenommen. Seine Arbeiten wurden bereits in der Gwangju Fine Art Gallery in Südkorea und bei der VIVA Art Fair in Bacolod City, auf den Philippinen gezeigt. Helmi ist ständig dabei, den Umfang seiner künstlerischen Tätigkeit zu erweitern und experimentiert gerne mit verschiedenen Medien. Er enthüllt ständig Details und Geheimnisse über Themen, die auch mal verstörend und unaussprechlich sein können und vermischt gerne Fakten mit Fiktionen, welche seine Zuschauer*innen oft in einen einsamen und überwältigenden Modus versetzen können.
Helmi tritt seine Residenz von Oktober bis Dezember bei der Basis e.V. in Frankfurt am Main, Deutschland an. Während der Residenz wird er sein angehendes „Mapping Project“ weiterverfolgen, welches einen Fokus auf Geschichte und die Bedeutung von kulturellen Aktivitäten an bestimmten namentlichen Orten legt. Aus diesem Grund würde er auch gerne den Namen „Frankfurt“ genauer untersuchen. Zusätzlich wird er wahrscheinlich einige Gemälde und eine standortspezifische Installation aus Zeichnungen kreieren, die Zuschauer*innen dazu einladen sollen zu interagieren und selbst ein Teil der Kunst zu werden. Für weitere Informationen über Helmi Azam, besuchen Sie bitte die folgende Webseite: www.azamaris.com

Das Austauschprogramm der Residenzkünstler*innen ist eine Kollaboration des Basis e.V. Frankfurt am Main, dem Lostgens‘ Contemporary Arts Space Kuala Lumpur und dem Goethe-Institut Malaysia.

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