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Investigating Ports through Sentimental Archives© Czarina Calinawagan

Investigating Ports Through Sentimental Archives

15.09. - 15.12.2022
Goethe-Institut Rotterdam
Westersingel 9
Rotterdam

Im Rahmen ihres künstlerischen Forschungsprojektes untersucht Czarina Calinawagan Briefe, Postkarten und Tagebücher ihres verstorbenen Vaters, der als philippinischer Seemann auf Frachtschiffen arbeitete. Die Briefe stammen aus den 1970er bis 1980er Jahren und wurden von verschiedenen Orten, unter anderem aus Rotterdam, nach Hause auf die Philippinen geschickt. Aus diesem sehr persönlichen Blickwinkel heraus möchte die Künstlerin das komplexe Zusammenspiel von Erzählungen und Bedeutungen an Handelsorten, insbesondere in Hafenstädten, untersuchen. Welchen Zusammenhang gibt es zwischen den maritimen Infrastrukturen der Hafenstadt Rotterdam und ganz persönlichen Erinnerungen und Geschichten? Inwieweit können Archive und Daten persönlich sein und warum hat Material manchmal einen sentimentalen Wert? Die Künstlerin experimentiert mit dezentralen Archivierungsmethoden und der Nutzung geolokativer Medien, indem sie Archive und Daten von Zeitschriften, Briefen, Schifffahrtsrouten und Kartierungssystemen auswertet. Die gesammelten Materialien und Daten werden unter anderem mittels AR (Augmented Reality) erforscht und präsentiert. Die Künstlerin hofft, durch diese Form des reflexiven Storytelling das Zusammenspiel zwischen den sichtbaren und unsichtbaren Erzählungen vermitteln zu können, die sich an den physischen Orten und in den digitalen Räumen abspielen. Es soll ein Bild von Rotterdam als Raum voller Geschichten, Bedeutungen und Kulturen entstehen, die in ständiger Bewegung, in ständigem Austausch sind.

Im Januar 2023 präsentiert Czarina Calinawagan erste Ergebnisse ihrer Arbeitsperiode in einer Ausstellung und einer Veranstaltung. Informationen darüber finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Czarina Calinawagan studierte Visual Arts an der University of the Philippines in Baguio und absolvierte das Erasmus Mundus- Masterprogramm Media Arts Cultures an der Donau-Universität Krems (Österreich), an der Universität Aalborg (Dänemark), der Universität Lodz (Polen) und dem Lassalle College of the Arts (Singapur). Sie kombiniert traditionelle Medien wie Malerei, Illustration, Bildhauerei und Druckgrafik mit 3D-Modellierung und Augmented Reality. In ihren AR-Kunstwerken nutzt sie geolokative Medien, Bildtrigger und SLAM (Simultaneous Localization and Mapping). Ihre Arbeiten waren bereits auf den Philippinen, in Thailand, Hawaii, New York und Dänemark zu sehen.

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