Interview mit Kari Laumann Privatsphäre fest einplanen

Privatsphäre muss schon bei der Schaffung künstlicher Intelligenz mitgedacht werden, sagt Kari Laumann. Im Interview erklärt die Expertin von der norwegischen Datenschutzbehörde Datatilsynet, warum das so ist. 

Inwiefern sind Daten der Antrieb für Künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz ist auf Daten angewiesen, um zu funktionieren. Sie lernt von Daten. Um intelligent zu sein, Entscheidungen treffen und beurteilen zu können, benötigt sie eine Menge von Daten.
 
Welche ist die größte Herausforderung, die damit einhergeht?


Wenn es um Privatsphäre geht, ist eine der größten Herausforderungen die Information. Man hat, laut Regulierungen zur Privatsphäre in Europa, das Recht auf Information. Besonders bei fortgeschrittenen Formen künstlicher Intelligenz, bei welchen man in manchen Fällen nicht weiß, was darin vorgeht, ist es schwierig zu erklären, wie Informationen über Personen in diesem System verarbeitet werden.
Das ist eine der größten Herausforderungen in Bezug auf künstliche Intelligenz in diesem Zusammenhang.
 

Schauen Sie die Rede Kari Laumanns zum Thema.

Wie kann die Gesellschaft die sozialen Vorteile künstlicher Intelligenz und das damit verbundene Risiko unter einen Hut bringen?

Ich denke, dass es notwendig ist, Privatsphäre von Beginn an zu integrieren.
Privatsphäre per Design. Wenn man sicherstellt, dass das System in der Lage ist zu erklären, was es tut, nur die Information verarbeitet, die man braucht, Informationen löscht, wenn diese nicht mehr gebraucht werden, und Privatsphäre-Regelungen befolgt, dann ist das ein sehr guter Start.