Deutschland und Niederlande Weihnachtstraditionen

In Deutschland feiert man Weihnachten am 24. Dezember, einen Tag früher als in den Niederlanden. Dieser wichtigste Tag der Weihnachtzeit ist jedoch kein offizieller Feiertag. Die Geschäfte schließen aber oft früher und die meisten Menschen nehmen sich frei. Jede Familie hat auch ihr eigenen Rituale, aber wir haben für Sie einige typische Weihnachtsbräuche ausgewählt.

  • Adventskranz © Manon Duerinck

    Adventskranz

    Im 19. Jahrhundert erfand in Hamburg Johann Hinrich Wichern den Adventskranz, damals noch mit 23 Kerzen. Heute sind davon noch vier übrig geblieben. An jedem Sonntag im Dezember wird eine Kerze angezündet, um das Warten auf Weihnachten zu verkürzen. Das ist oft verbunden mit dem Singen von Weihnachtsliedern und dem Essen von Keksen und Stollen.

  • Nikolaus und Kind © Manon Duerinck

    Nikolaustag

    Een beetje vergelijkbaar met Sinterklaas in Nederland, vieren de oosterburen van Nederland ook ‘Nikolaustag’. Op 5 december zetten de kinderen hun laarzen voor de deur. ‘s Avonds komt Nikolaus met Knecht Ruprecht de laarzen vullen met fruit of snoep of, als je heel lief bent geweest, zelf een klein kadootje. Deze gebeurtenis is meteen ook de start van een gezellige kerstperiode.

  • Zwarte Piet © Manon Duerinck

    Sinterklaas

    Die Niederländer feiern den Heiligen schon einen Tag früher. Am 5. Dezember kommt er, begleitet von den Zwarte Pieten, mit dem Boot aus Spanien in den Niederlanden an. Die Kinder singen, verfassen Gedichte und schreiben ihren Brief an Sinterklaas, um zu sagen, wie brav sie waren. Seit einigen Jahren wird das Fest von einer hitzigen Debatte begleitet über die Art und Weise, wie der Zwarte Piet, also Schwarze Piet, dargestellt wird. Der Helfer des Sinterklaas hat ein schwarz-geschminktes Gesicht und dunkle Locken. Für viele Kritiker ist das Ausdruck von aus der Kolonialvergangenheit geborenem Rassismus. Seine Befürworter wiederum betonen, dass die Zwarte Pieten zur Tradition gehören.

  • Das Christkind © Manon Duerinck

    Das Christkind

    In einigen Teilen Deutschlands bringt nicht der Weihnachtsmann die Geschenke, sondern das Christkind. Sein Ursprung reicht bis zu Martin Luther zurück, der die Aufmerksamkeit der Gläubigen wieder weg von den Heiligen, in diesem Fall Nikolaus, auf Gott lenken wollte. Er ersetzte Nikolaus durch Christus in Gestalt des Säuglings in der Krippe. Es entstand die Idee von der jährlichen Wiederkehr Christi auf Erden, der Geschenke bringt. In einigen protestantischen Regionen Deutschlands wurde aus dem kleinen Christus ein gekrönter Engel mit goldenen Locken. In Nürnberg beispielsweise findet jährlich der Christkindlesmarkt statt.

  • Weihnachtsbaum © Manon Duerinck

    Der Weihnachtsbaum

    Im 16. Jahrhundert ist die Tradition des Weihnachtsbaums in Deutschland entstanden. Ursprünglich wurden die Tannenzweige mit Äpfeln, Papierblumen und Nüssen verziert. Heute werden Christbaumkugeln und Holzfiguren zwischen die Zweige gehängt.

  • In Zeitungspapier verpackte Geschenke © Manon Duerinck

    Schrottwichteln

    Wer nach neuen Idee für alle die Dinge sucht, die ungenutzt daheim in der Schublade liegen, für den könnte die deutsche Tradition „Schrottwichteln“ etwas sein. Dabei packt jeder Teilnehmer ein Stück Klimbim in Zeitungspapier ein und beschenkt jemand anderen damit. Meist wird zugelost, wer wen beschenkt. Vielleicht kann der Empfänger ja sogar etwas damit anfangen.

  • Weihnachtsmarkt © Manon Duerinck

    Weihnachtsmarkt

    Ungefähr vier Wochen vor Heiligabend öffnen die weltberühmten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Neben vielfachen kulinarischen Angeboten findet man vor allem traditionale Ware, die regional unterschiedlich ist. Für Künstler ist es eine Gelegenheit, ihre Kunstwerke anzubieten: von Bildern bis hin zu mundgeblasenen Glasgegenständen.

  • Feuerzangenbowle © Manon Duerinck

    Feuerzangenbowle

    Neben Glühwein und Eierpunsch findet man auf vielen Weihnachtsmärkten auch Feuerzangenbowle. Das Getränk wird vor allem zur Weihnachtszeit oder zu Silvester getrunken. Dabei wird Zuckerhut mit Rum getränkt, mit einer Zange über einer Tasse gehalten und angezündet. Der Zucker schmilzt und tropft in den gewürzten Rotwein.

  • Weihnachtspaket © Manon Duerinck

    Weihnachtspaket

    Eine in der Arbeitswelt verbreitete niederländische und englische Tradition ist das Weihnachtspaket. Bereits im 19. Jahrhundert entstand bei der Landbevölkerung die Idee, sich bei ihren Mitarbeitern für die harte Arbeit zu bedanken. Die Handwerker übernahmen schnell diese Gewohnheit und gaben ihren Mitarbeitern auch etwas zu essen oder zu trinken oder sogar Geschenke. Die Tradition besteht bis heute fort und Arbeitgeber lassen ihren Mitarbeitern zu Weihnachten eine kleine Aufmerksamkeit in Form des „Kerstpakkets“ zukommen. Heute kann es sogar passieren, dass die Mitarbeiter ihr Paket selbst zusammenstellen können.

  • Weihnachtstollen oder Christstollen © Manon Duerinck

    Weihnachtstollen of Duitse kerststollen

    Der Christstollen ist ein traditioneller Früchtekuchen des 14. Jahrhunderts, der ursprünglich aus Dresden kommt. In der Mitte liegt eine Marzipanrolle, welche das in Windeln gewickelte Christkind symbolisiert. Der Christstollen soll während der Unternächte, den zwölf Nächten zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar, besonders gut schmecken.