Rimini Protokoll „Staat 1–4”

Top Secret International (Staat 1)
Top Secret International (Staat 1) | Foto: Benno Tobler

Mit der Serie „Staat 1–4” begibt sich Rimini Protokoll auf eine Recherche in die Felder außerhalb dessen, was heute vom Nationalstaat organisiert und kontrolliert werden kann. Inwieweit sind die staatlichen Gewalten noch in der Lage, die entscheidenden Impulse zur Veränderung, denen die Gesellschaften ausgesetzt sind, zu regulieren? Welche Akteure und Netzwerke gestalten und beeinflussen den postdemokratischen Staat?

Ein Jahrhundert nach der Weimarer Republik erkundet das Autoren-Regie-Kollektiv Rimini Protokoll den aktuellen Zustand der Demokratie. Bei einer Pressekonferenz am 23. September 2016 wird „Staat 1-4” nun erstmals vorgestellt. „Staat 1” wurde vom Goethe-Institut mitinitiiert.

Die erste Produktion „Top Secret International (Staat 1)” führt mitten hinein in das globale Netz der Staatsgeheimnisse und das internationale Netz der Geheimdienste. Die Ko-Produktion mit den Münchner Kammerspielen und dem Goethe-Institut feiert am 9. Dezember 2016 in der Glyptothek München seine Uraufführung. Die US-Premiere findet im Januar 2017 im Brooklyn Museum im Rahmen des The Public Theater's Under the Radar Festival in New York statt.

In der zweiten Produktion „Gesellschaftsmodell Großbaustelle (Staat 2)” beschäftigt sich Rimini Protokoll mit der Großbaustelle als einem Modell für die aktuelle gesellschaftliche Verfasstheit. Am Düsseldorfer Schauspielhaus überführen sie das verschachtelte Geflecht aus internationalen Investoren, Baukonsortien und Auftraggebern bis hinunter zu Auftragnehmern, outgesourcten Zulieferfirmen und Schwarzarbeitern in ein großes begehbares Raummodell. Die Premiere ist am 12. Mai 2017.

Es folgen im September 2017 am Staatsschauspiel Dresden „Träumende Kollektive (Staat 3)” und im Januar 2018 am Schauspielhaus Zürich „Weltzustand Davos (Staat 4)”. Im März 2018 werden alle vier Teile von „Staat 1–4” in Berlin am Haus der Kulturen der Welt gezeigt.

Die Produktionsserie „Staat 1–4” ist eine Kooperation zwischen Haus der Kulturen der Welt, Münchner Kammerspiele, Düsseldorfer Schauspielhaus, Staatsschauspiel Dresden, Schauspielhaus Zürich und Rimini Protokoll im Rahmen von „100 Jahre Gegenwart”. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. „Staat 1” wurde vom Goethe-Institut mitinitiiert.