Patrica Westerholz, Artist-in-residence in Rotterdam

1. September bis 1. November 2018, Rotterdam

Ausgehend von ihrer Residenz in Straßburg 2016 und der Recherche dort zu mittelalterlicher Stadtstruktur und gotischer Kirchenbauweise sind für Patricia Westerholz in Rotterdam die moderne, für Europa außergewöhnliche Architektur der Stadt einerseits und die Lage der Stadt an der Nordsee mit ihrem bedeutenden Seehafen andererseits von größter Relevanz.
 

Sie plant in Rotterdam eine Weiterentwicklung ihrer ortsbezogenen Papierschnitte und schließt damit auch an ihre Kunst-am-Bau-Projekte sowie temporären Installationen im öffentlichen Raum an, deren Ausgangspunkt stets die Bezugnahme auf einen spezifischen Raum und ihre Entwicklung aus der Architektur und der sie charakterisierenden Motive ist.
Ziel ist es, mit neuen Techniken und gegebenenfalls neuartigen Materialien Papierschnitte mit raumgebundenen Arbeiten zu verbinden und sie in Architekturinstallationen zu integrieren.
 
Patricia Westerholz, geboren 1966 in Landshut, studierte von 1995 bis 2001 bei Professor Ulrike Grossarth in der Fachklasse für übergreifendes künstlerisches Arbeiten an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Sie lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Dresden und war als Artist in Residence u.a. in New York, Senegal, Oman und zuletzt 2016 in Straßburg tätig. In den vergangenen Jahren wurden einige ihrer großformatigen Kunst-am-Bau-Arbeiten dauerhaft installiert, unter anderem wallpaper/wall in Dresden 2011 und layers und stuctures im Forschungsneubau MAIN der Technischen Universität Chemnitz 2017. Sie erhielt sowohl als Künstlerin als auch als Galeristin für den zusammen mit ihrem Kollegen Andreas Kempe geleiteten Projektraum für zeitgenössische Kunst in Dresden, Galerie Ursula Walter, vielfache Förderungen u. a. der Stadt Dresden und der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen. In der Sammlung der Sparkasse Wuppertal ist die Künstlerin mit zahlreichen Arbeiten vertreten.