Benedict Esche
Architect in Residence 2017

Benedict Esche Foto: Benedict Esche

Architect-in-residence 1. Januar bis 31. März 2017

​Rotterdam hatte in seiner wechselvollen Geschichte immer die Funktion eines zentralen Ortes – als Fischerort, als Hafenstadt und aufgrund seiner Lage in der Mitte Europas. Mit eindrucksvoller Dynamik hat sich die Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg neu erfunden. Für Benedict Esche ist Rotterdam eine Stadt, in der der europäische Stadtgedanke sich manifestiert. Was macht eine europäische Stadt aus, was bedeutet dies für Identifikationsorte und Plätze in der Stadt, an denen man sich zuhause fühlt?

Ob städtische Räume und Plätze zu Identifikationsorten werden, hängt vor allem davon ab, in welchem Maße die Bewohner durch Erinnerungen und Teilhabe involviert sind. Architektur ist eine Sprache, die sich Metaphern, Analogien, Adverbien und Artikeln bedient. Nur an Orten, an denen wir diese Sprache verstehen, können wir uns zuhause fühlen.

Auf Basis dieser Überlegungen möchte Benedict Esche während seines Aufenthalts in Rotterdam Gespräche mit Architekten und Akteuren führen, um zu erfahren, welche Orte in der Stadt für sie Identifikationsorte sind und wo sie sich zuhause fühlen. Dabei geht es ihm auch um die europäische Dimension von Identifikation und „Sich-zuhause-fühlen“.

Benedict Esche, geboren 1988 in Hamburg, studierte Architektur und Baukunst in München und Mendrisio (Schweiz). Seit 2015 hat er ein eigenes Büro in Berlin und München mit dem Schwerpunkt Wohnungs- und Städtebau sowie Kulturbauten. Für seine Arbeiten wurde er unter anderem mit dem Egon Eiermann Preis, dem Senator Bernhard Borst Preis sowie dem Rom Preis für die Villa Massimo 2017/2018 ausgezeichnet. 2016 war er mit einem Projekt in der Ausstellung Making Heimat. Germany, Arrival Country im Deutschen Pavillon auf der 15. Architekturbiennale in Venedig vertreten.

Architektonische Grafik Grafik: Benedict Esche