2021
Josefine Johne

Josefine Johne
© privat


Als vierte Librarian-in-Residence begibt sich Josefine Johne von den Städtischen Bibliotheken Dresden auf die Reise in die Niederlande. Sie ist besonders an den Themen Kundenorientierung und Partizipation interessiert.

Steckbrief

Insbesondere die Themen Kundenorientierung und Partizipation begleiten und faszinieren mich schon seitdem ich vor sechs Jahren meine Ausbildung absolvierte. Denn im Jahr 2015, als viele Geflüchtete in Dresden eine neue Heimat suchten, galt es, eine neue Nutzer*innengruppe zu erschließen – eine, die nicht nur kulturell auf verschiedenste Weise geprägt ist, sondern zusätzlich eine große Sprachbarriere mitbrachte. Es war mir sehr wichtig, mich dieser Gruppe anzunehmen und deren Bedürfnisse zu erkennen.
 
Außerdem bin ich im Jugendbereich der Zentralbibliothek tätig und mir ist bestens bekannt, wie schwer auch diese Nutzer*innengruppe zu erreichen ist. Die Ansprüche der Teenager*innen und jungen Leute ändern sich ständig und es ist mitunter schwer, so schnell auf die Bedürfnisse zu reagieren und passende Angebote für sie zu entwickeln, bevor das nächste Thema ihre Aufmerksamkeit erregt.
 
Egal um welche Nutzer*innengruppe es geht - alle Menschen der Stadt sind wichtig um Bibliotheken als Ort der Begegnung und des Austauschs, der Freizeitgestaltung und Bildung erlebbar zu machen und die Gesellschaft zusammen zu bringen, Vielfalt zu stärken, sich gegenseitig zu verstehen und gemeinsam neue und kreative Wege zu gehen. Gute Bibliotheksarbeit unsererseits geht nur mit der Teilhabe derer, für die die Angebote auch gedacht sind.
 
Ich erhoffe von meinem Aufenthalt in den Niederlanden neuen Input, wie man noch besser auf die Bedürfnisse der Nutzer*innen eingehen kann und auch, wie wir die Menschen erreichen können, die bisher die Bibliotheksangebote noch nicht wahrgenommen haben.
 
Für diese Möglichkeit des Fachaufenthalts möchte ich mich ganz herzlich bei BI-International und dem Goethe Institut bedanken!

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