2019
Tobias Staab

Tobias Staab
Tobias Staab

In Kooperation mit dem Theater Rotterdam - 6. bis 29. Mai 2019

International und weniger selbstbezüglich muss das Theater sein, wenn es Bestand haben will – sagt Dramaturg Tobias Staab. Während seiner Residenz sucht er Anknüpfungspunkte zu internationalen Künstler*innen unterschiedlicher Disziplinen.
Wie kann ein Theater des 21. Jahrhunderts aussehen? Als Spiegel seiner Gegenwart muss das Theater auf gesellschaftliche und politische Prozesse reagieren. Es wird nicht reichen, die neuen Diskurse und Probleme auf den bestehenden Kanon zu projizieren. Wenn Theater über seinen rein konservatorischen Charakter hinaus gehen will, braucht es neue Narrative und neue Formen. Wenn Theater neue Zuschauergruppen und kommende Generationen ansprechen will, darf es nicht nur bestehende Sichtweisen und Gewohnheiten von Theaterrezeption adressieren. Vor allem muss Theater im 21. Jahrhundert nicht nur regional, aber auch international, weniger selbstbezüglich, sondern auch interdisziplinär gedacht werden. Tobias Staab, der als Dramaturg, Kurator und Regisseur in Deutschland arbeitet, sucht in Rotterdam neue Verbindungslinien, die zwischen den Künsten und zwischen internationalen Institutionen geknüpft werden können. Mit den Rotterdamer Performance-Künstlerinnen Suzan Boogaerdt und Bianca van der Schoot, der kanadischen Pop-Ikone Peaches und dem Berliner Komponisten Michael Rauter arbeitet an einer performativen Konzert-Installation, die am Theater Rotterdam und am Schauspielhaus Bochum entstehen soll. Darüber hinaus entwickelt Tobias Staab neue Formen der internationalen Zusammenarbeit mit eine Reihe von in Rotterdam ansässigen Künstler*innen. Auf lange Sicht soll in diesem Kontext ein internationales und interdisziplinäres Festival entstehen.
 
 

Tobias Staab Tobias Staab
Tobias Staab arbeitet als Kurator und Dramaturg mit unterschiedlichen Institutionen (Ruhrtriennale, Münchner Kammerspiele, Schauspielhaus Bochum, etc.) und mit diversen freien Produktionen (Richard Siegal / Ballet of Difference, Bauhaus Festival Berlin, etc.) zusammen. Außerdem lancierte Tobias Staab unterschiedliche Programme und Festivals in den Bereichen Musik sowie performative und installative Künste (Melt Festival, Noise Signal Silence, Panta Rhei Festival, Bauhaus Festival 2019). Mit dem US-Choreografen Richard Siegal und der Tanz-Producerin Claudia Bauer (Ecotopia Dance) gründete er 2016 die Tanzkompanie Ballet of Difference. Seit der Spielzeit 2018/2019 arbeitet er als Dramaturg am Schauspielhaus Bochum, wo er auch das Installations-Programm des Medienkunstraums Oval Office sowie die Reihe Konzerte im Schauspielhaus kuratiert. Für den Musiktheaterabend O, Augenblick schrieb er den Text und führte Regie.
 

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