Buchpräsentation | Gespräch Reinjan Mulder: Zwavelwater – De geschiedenis van Adriaan Stoops kuuroord in Zuid-Duitsland

Reinjan Mulder: Zwavelwater © Uitgeverij Boom

Do, 18.04.2019

Goethe-Institut Amsterdam

Herengracht 470
Amsterdam

Im Sommer 1966 verbrachte Reinjan Mulder, damals 17 Jahre alt, eine idyllische Ferienwoche in einem Ferienhaus am süddeutschen Tegernsee. Jahre später entdeckte er, dass dieser Ort der Schauplatz einer bewegten Geschichte war. Das Ferienhaus wurde 1926 durch den niederländischen Mineningenieur Adriaan Stoop gebaut, einem der Gründer des Mineralölmultinationals Shell. Stoop hatte eine Quelle von heilendem Schwefelwasser entdeckt und das Gebiet entwickelte sich daraufhin zu einem lukrativen Kurort. In den 30er Jahren kamen viele prominente Nazis zu dem See, unter anderem Heinrich Himmler. Am 30. Juni 1934 begann in dem Kurhotel die berüchtigte "Nacht der Langen Messer", in der Ernst Röhm auf Hitlers Befehl aus seinem Bett geholt, in das Gefängnis München-Stadelheim gebracht und kurz darauf ohne Gerichtsverhandlung hingerichtet wurde.
In seinem Buch Zwavelwater reist Reinjan Mulder zurück in die "schuldige Landschaft" seiner Jugend, auf der Suche nach niederländischer Verstrickung in dem deutschen Drama.
 
Reinjan Mulder (1949) ist Schriftsteller und bildender Künstler. Er promovierte zum Thema Verbrechen und Macht, eine Studie über das Strafrechtssystem der DDR. Er arbeitete als Herausgeber und Literaturjournalist beim NRC Handelsblad. 2016 zeigte das Rijkmuseum Amsterdam sein fotografisches Werk Objectief Nederland.

Sprecher sind u.a. Hanco Jürgens vom Duitsland Instituut Amsterdam (UvA), Hella Rottenberg (Autorin) und Bernard Hulsman (NRC Handelsblad).
Im Gespräch geht es u.a. auch um das Verhältnis zwischen den Niederlanden und Deutschland.

In Zusammenarbeit mit Uitgeverij Boom.
 

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