Buchpräsentation | Gespräch Die Zeichnungen von Franz Kafka | Herausgeber Andreas Kilcher im Gespräch mit Arnon Grunberg

De tekeningen van Franz Kafka © Athenaeum – Polak & Van Gennep

Do, 04.11.2021

20:00 Uhr

Debatcentrum Spui 25

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Diese Veranstaltung wird auch online gestreamt.
Im Jahr 2019 wurden im Max-Brod-Archiv bisher unbekannte Zeichnungen von Franz Kafka entdeckt. Jetzt wurden diese und andere Zeichnungen Kafkas erstmals in Buchform zusammengestellt und herausgegeben. Bei dieser Veranstaltung reflektieren der deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftler Andreas Kilcher (Entdecker der Zeichnungen), der niederländische Schriftsteller Arnon Grunberg und die niederländische Journalistin Joke de Wolf (Moderatorin) Kafkas vielseitiges künstlerisches Schaffen.

Bei der Eröffnung des Max-Brod-Archivs in der Nationalbibliothek Israels im Jahr 2019 befanden sich unter den beeindruckenden Archivdokumenten auch bisher unbekannte Zeichnungen, die Franz Kafka in den Jahren 1901-1906 angefertigt hat. Kafka zeichnete schon vor der Entwicklung seines literarischen Talents, um sich künstlerisch auszudrücken.
An seine Verlobte Felice Bauer schrieb er 1913: "Weißt Du, ich war einmal ein großer Zeichner, aber dann habe ich Zeichenunterricht bei einer schlechten Malerin genommen und mein ganzes Talent verschwendet. Stell Dir das mal vor! [...] Ich fand damals, und das ist nun schon viele Jahre her, mehr Befriedigung im Zeichnen als in irgendeiner anderen Beschäftigung."

Franz Kafka – De tekeningen (Uitgeverij Athenaeum – Polak & Van Gennep) versammelt zum ersten Mal mehr als 200 Zeichnungen, von denen 140 noch nie zuvor veröffentlicht wurden, in einer luxuriösen Kunstedition. Der Band wurde von Andreas Kilcher, Pavel Schmidt und Judith Butler zusammengestellt und enthält begleitende Essays und einen Bericht über die Arbeit.

Über die Sprecher

Andreas Kilcher entdeckte Ende 2019 Franz Kafkas Zeichnungen im Max-Brod-Archiv und stellte den Band Franz Kafka – Die Zeichnungen zusammen. Kilcher ist Professor für Literatur- und Kulturwissenschaften an der ETH Zürich und hatte unter anderem Professuren in Princeton und Stanford inne. Sein Forschungsschwerpunkt ist die deutsch-jüdische Literatur und Kultur.

Arnon Grunberg, in Deutschland besser bekannt als Arnon Grünberg, ist ein niederländischer Autor, der einen Teil seiner Bücher unter dem Pseudonym Marek van der Jagt publizierte. Seine Werke sind in zwanzig Sprachen übersetzt worden. Seit 1995 lebt er in New York. Grunberg schrieb von 2010 bis 2018 die tägliche Kolumne Voetnoot (Fußnote) auf der Titelseite der Volkskrant.

Joke de Wolf (Moderatorin) ist Kunst- und Fotohistorikerin. Sie schreibt über visuelle Kunst und Fotografie für Zeitungen wie Trouw und De Groene Amsterdammer. Ende dieses Jahres wird sie voraussichtlich ihre Doktorarbeit an der Universität Groningen über die Fotografien verteidigen, die Charles Marville zwischen 1865 und 1877 im Auftrag der Pariser Stadtverwaltung von alten und neuen Pariser Straßen gemacht hat. 2018 erschien ihre Studie Le Nouveau Paris: Charles Marville photographs the City Transformation in der Serie Rijksmuseum Studies in Photography.

Uitgeverij Athenaeum – Polak & Van Gennep in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Niederlande.

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