Ausstellung Über den Gebrauch der Stadt

Thomas Geigers Denkmaschine Thomas Geiger

Do, 19.05.2016 -
Do, 02.06.2016

Denkmaschine

Bilder aus der Denkmaschine: Grønland

Der deutsche Künstler Thomas Geiger (geb. 1983 in Schopfheim) arbeitet in vielfältiger Art und Weise im und mit dem öffentlichen Raum. Diese Arbeiten können die Form von Performances, aktionistischen Eingriffen, Fotos, Videos oder Publikationen annehmen.
 
Ein zentraler Werkkomplex von Geigers Praxis im öffentlichen Raum basiert auf seiner „Denkmaschine“, einer Vorrichtung, die aus drei drehbaren Scheiben mit je 50 Adjektiven und Hauptwörtern besteht. Seit 2008 dreht der Künstler diese Scheiben regelmäßig – die sich ergebenden poetisch angehauchten Wortkombinationen wie „hell blass Gebärde“, „leicht grün Fenster“, „klein Straße nass“ oder „Raum flach eng“ strukturieren seine Wahrnehmung des öffentlichen Raums am jeweiligen Tag. Die zufälligen Begegnungen, die sich dabei ergeben, setzt er in Aktionen, Beschreibungen, Fotos oder Videos um.
 
Auch für seine Ausstellung in Oslo nutzte Geiger seine Denkmaschine vor Ort im zentral gelegenen Stadtviertel Grønland, in dem sich auch das Goethe-Institut befindet. Während eines mehrwöchigen Aufenthalts entstanden so etwa 30 Fotografien, die nicht nur im Goethe-Institut, sondern an zahlreichen Orten in Grønland, im Schaufenster eines Bestattungsunternehmens, in der Vitrine eines Frisörsalons oder in einem Farbengeschäft gezeigt werden. Dem Künstler geht es nicht nur darum, seine eigene Wahrnehmung der für ihn fremden Stadt künstlerisch zu formen und zu verändern, sondern die Möglichkeit einer neuen und nicht alltäglichen Wahrnehmung der Stadt auch seinen (anonymen) Rezipienten zur Verfügung zu stellen. Das Stadtviertel wird so selbst Teil der Ausstellung.
 
Das Goethe-Institut dankt ganz besonders allen seinen „Nachbarn“ in Grønland, die sich an der Ausstellung beteiligen. 


Thomas Geiger Gruppe-schwer-Eifer
















Thomas Geiger
 

Zurück