Wanderlustküche
Pumpernickel trifft Rēwena-Brot

Das Blaue Stunde Dinner in Wellington, Vorbereitung des Desserts
© Lottie Hedley

Das Regionalprojekt Wanderlustküche – A Culinary Dialogue war ein absoluter Glanzpunkt des Jahres 2018 für Freunde, Sprachkursteilnehmende und Mitarbeitende des Goethe-Instituts Neuseeland!

Neun Goethe-Institute in Südostasien, Australien und Neuseeland beteiligten sich an dem Projekt, das unter dem Motto „Tafeln ohne Grenzen“ Köche aus Deutschland und dem jeweiligen Partnerland zusammenbringen sollte. Mit der Absicht auch Vorurteile gegenüber der deutschen Küche abzubauen, war der Höhepunkt dieser Zusammenarbeit die Blaue Stunde, ein Abendessen bei dem das Koch-Duo ein Menü für bis zu 150 Gäste kreierte. Begleitet wurde diese Hauptveranstaltung von einem individuellen Programm der einzelnen Goethe-Institute.

Das Goethe-Institut Neuseeland gewann Wellingtons Monique Fiso für diese deutsch-neuseeländische Kollaboration. Monique ist eine aufstrebende Köchin, die die Maori-Küche nicht nur revolutioniert sondern auch über die Grenzen Neuseelands hinaus bekannt macht. Gemeinsam mit Helge Hagemann, der auch schon in Kanada und Japan den Kochlöffel schwang und zum Team der Werteköche aus Hamburg gehört, entwickelte sie ein Menü für die Blaue Stunde in Wellington.

Helge, Monique und ihr Team stellten sich dem kulturellen (und kulinarischen) Austausch über Zeitzonen und Sprachbarrieren hinweg, enttarnten das eine oder andere Vorurteil. So entwickelten sie in wenigen Wochen ein fantastisches Drei-Gänge-Menü, das beide Kulturen vereinte und ebenso die Individualität der Köche widerspiegelte.

Umrahmt wurde das Wanderlustküche-Projekt einerseits von dem neuen Blog Kulinarische Hafenstädte, dort berichten eine Neuseeländerin und ein Deutscher über Besonderheiten der Gastronomie in Hamburg, Auckland und Wellington. Andererseits startete im September 2018 unsere Facebook-Serie zu deutschen kulinarischen Redewendungen. Zusätzlich gab es, und da wird jetzt der Hund in der Pfanne verrückt, eine Projektwoche zum Thema „Essen“ in den Sprachkursen. Liebe geht bekanntlich durch den Magen, Deutschlernen manchmal ebenso.

Auch im Deutschunterricht in Wellington trotzte man den Klischees. Ja, Knödel und Marmite sind nur der Beginn des kulinarischen Wegs! Die Kursteilnehmerinnen und – nehmer lernten zuerst in einer Schnitzeljagd regionale Spezialitäten aus Deutschland, darunter Sauerbraten, Labskaus oder Dresdner Stollen, kennen. Es ist klar wie Kloßbrühe, dass die Lerngruppen als Experten dann wiederum typisch neuseeländische Gerichte präsentierten.

Im Anschluss entwickelten die Deutschlernenden gemeinsam Fusion-Gerichte und überraschten ihre Lehrkräfte mit fantastischen Ideen, die die Vorfreude auf den folgenden Kochwettbewerb umso mehr schürten. Bei dem Wettbewerb konnten dann die Hobbyköche ihr Können und ihre Kreativität vor Jury und Publikum unter Beweis stellen. Mit Kumara Currywurst Pie, Maracuja-Pudding-Brezeln oder Kiwi-Strudel überzeugten sie die strengen Feinschmecker in der Jury und sicherten sich einen Platz an der Tafelrunde der Blauen Stunde.

Am 3. und 4. Dezember fand dann die Blaue Stunde in Monique Fisos Restaurant Hiakai statt. In dem perfekten Ambiente konnten die Gäste des Goethe-Instituts einen wunderschönen Abend verbringen. Monique und Helge stellten abwechselnd die einzelnen Gänge vor, teilten die eine oder andere Anekdote zum Entstehungsprozess des Menüs und sorgten mit ihrer Kochkunst für deutsch-neuseeländischen Hochgenuss.
 

  • Monique Fiso und Helge Hagemann pflücken Kräuter © Lottie Hedley

  • Helge Hagemann in der Hiakai Küche © Lottie Hedley

  • Gäste kommen im Hiakai an © Lottie Hedley

  • Vorspeise © Lottie Hedley

  • Gäste im Hiakai Restaurant © Lottie Hedley

  • Hauptspeise © Lottie Hedley

  • Monique Fiso und Helge Hagemann am Chef's Counter © Lottie Hedley

  • Das Dessert des mit dem Goethe-Institut ausgerichteten Dinners mit Helge Hagemann © Lottie Hedley

    Das Dessert des mit dem Goethe-Institut ausgerichteten Dinners mit Helge Hagemann


 

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