Film
Deutsch-Französischer Fokus beim Doc Edge Festival

Mit Unterstützung des Deutsch-Französischen Kulturfonds, des Goethe-Instituts und der Französischen Botschaft bringt das diesjährige Doc Edge Festival deutsche und französische Filmproduktionen und Expertinnen und Experten nach Neuseeland.

Der deutsch-französische Fokus rückt die Beziehungen der beiden Länder in Neuseeland in den Mittelpunkt und verbindet neuseeländische, französische und deutsche Filmschaffende. Diese Verbindungen sollen es dem Doc Edge Festival sowie neuseeländischen Dokumentarfilmschaffenden ermöglichen, enger mit den Szenen in Europa zusammenzuarbeiten. Ziel des Aufbaus dieser Beziehungen ist ebenfalls, zukünftig neuseeländisches Storytelling in Europa zu präsentieren.

Auf Einladung des Goethe-Institut und des Doc Edge Festival nehmen Expertinnen und Experten und Filmschaffende aus Deutschland und Frankreich am Festival teil.

Martin Pieper
Martin Pieper ©Martin Pieper

Zu den deutschen Gästen gehört Martin Pieper, Leiter der Abteilung "ARTE-Aktuelles". Er ist in in Tunesien und der Elfenbeiküste aufgewachsen und studierte anschließend Jura in Deutschland und der Schweiz.
Nach dem Studium  war er kurze Zeit als Rechtsanwalt tätig, 1990 wechselte er zu ZDF Enterprises. Anschließend arbeitete er als Assistent für den Direktor der europäischen Satellitenprogramme bevor er in die Abteilung Kultur- und Wissenschaft / ARTE wechselte. Im Mai 2011 übernahm er die Leitung der Abteilung „ARTE-Thema“.
Nach einer internen Umstrukturierung ist er seit April 2017 Leiter der Abteilung „ARTE - Aktuelles“ für Aktuelles, Recherche, Politik und Zeitgeschichte.

Seit 2003 ist Martin Piper außerdem Mitglied des Förder- und Auswahlausschusses der Filmfördergesellschaft Baden-Württemberg. Er erhielt 2006 einen Grimme-Preis.

Søren Schumann
Søren Schumann ©Søren Schumann

Søren Schumann hat Politikwissenschaft und Philosophie an der Freien Universität Berlin studiert. Anschließend arbeitete er als Assistent und Redakteur für Dokumentationen mit Kinostart. Er wirkte an zahlreichen Projekten (Belletristik und Sachbücher) als Produktionsassistent und ausführender Produzent mit und wechselte schließlich 1992 in die Fernsehbranche. Dort war er als Autor und Regisseur für mehrere Dokumentarfilme (SFB, NDR, ARTE) tätig.
Seit 1993 ist Søren Schumann beim europäischen Kulturkanal ARTE beim RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg). 2008 übernahm er die Leitung der Abteilung ARTE für Berlin und Brandenburg.
 

Ümit Uludağ
Ümit Uludağ ©Ümit Uludağ

Ümit Uludağ hat einen Master-Abschluss in Film, Journalismus und Theater. 2010 nahm er am deutsch-französischen Postgraduiertenprogramm „Atelier Ludwigsburg-Paris“ für europäische Produzenten teil, das von der Filmakademie Baden-Württemberg und La Fémis mit Stationen in Ludwigsburg, Paris, London und Istanbul durchgeführt wurde. Seitdem produzierte er zahlreiche Kurz- und Spielfilme. Von 2012 bis 2017 war er als kreativer Produzent Teil des avindependents-Teams und war an mehreren Dokumentarfilmen für SWR / ARTE beteiligt. Seit November 2017 ist er Partner der CORSO Film- und Fernsehproduktion und leitet das neue Büro in Stuttgart.

Ümit Uludağ repräsentiert den deutschen Film "Searching Eva", der für das Doc Edge Festival ausgewählt wurde.


René Boutin
René Boutin ©René Boutin

René Boutin ist seit 2012 künstlerischer Leiter des internationalen Festivals du Cinéma des peuples Ânûû-rû Âboro, das er 2006 mitgegründet hat. Seit 2014 ist er außerdem für die Pacific Doc Sektion des DocMonde verantwortlich, ein internationales Netzwerk für Arthouse Dokumentationen. Er war an der Gründung des Fiji Film Festivals und der Vereinigung Pacific Alliance for Documentary and Interactive Storytelling Agreement (PADISA) beteiligt. Seit 2018 betreibt er zudem seine eigene Filmproduktion "nô production“. Als Künstler und Aktivist setzt er sich unter anderem mit postkolonialer Theorie und Rekonstruktion in Neukaledonien auseinander.

 

Hervé Cohen
Hervé Cohen ©Hervé Cohen

Hervé Cohen ist ein französisch-amerikanischer Filmemacher. Für seine Geschichten ist er um die Welt gereist: Am Amazonas drehte er einen poetischen Film über Umwelt und Natur; in China begleitete er drei reisende Filmvorführer; im Senegal hielt er die Initiationszeremonie einer jungen Diola fest; in den USA drehte er ein Familien-Roadmovie zur Zeit der Vorwahlen; in Benin dokumentierte er das Schulleben eines 7-jährigen Mädchens für die PBS-Serie "Time for School" und in Paris (wo er ursprünglich herkommt) beschäftigte er sich mit einer persönlichen Geschichte von algerischen Juden im Exil. Außerdem drehte er zwei Spielfilme in San Francisco und in Haiti. Einer davon, Ayiti Mon Amour, war die haitische Einsendung für die Kategorie 'Best Foreign Language Film' bei den Oscars 2018.
Hervé Cohens interaktive Webdokumentation Life Underground ist Teil der Doc Edge Ausstellung.


 

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