Künstlerresidenz 2021
Jan Philip Steimel

mehrere Personen stehen im Kreis und telefonieren
© Dorothea Tuch

Das Goethe-Institut bietet Kulturschaffenden aus Deutschland mit diesem Förderprogramm die Möglichkeit, einen vorprojektierten Arbeitsaufenthalt in Anknüpfung an ein Goethe-Institut im Ausland umzusetzen und künstlerische Kontakte aufzubauen. Im direkten persönlichen Austausch mit der Kulturszene im Zielland können konkrete Projektvorhaben und/oder Produktionen weiterentwickelt und umgesetzt sowie nachhaltige Arbeitskontakte zu Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden vertieft werden. Auf diese Weise entfaltet sich ein interkultureller Dialog, der sowohl für die Stipendiat*innen als auch für die Kunstszene vor Ort eine Bereicherung darstellt. 2021 wird die Residenz in einem virtuellen Format stattfinden.

Residenzkünstler 2021: Jan Philip Steimel

Jan Philip Steimel - Portrait © Jan Philip Steimel
Jan Philip Steimel erfindet, programmiert und lötet elektronische Apparaturen für theatrale Spiele bzw. spielerische Theaterwerke. Er interessiert sich besonders für die künstlerische Auslotung der Schnittstellen von performativen Künsten und Technologie. Zwischen Theater, Computerspielen und Installationskunst sucht Philip ständig nach neuen Wegen, wie Objekte, Computer und Menschen miteinander agieren können. Dafür taucht er tief ins Gebiet physischer Computerarbeit und Interaktions-Design ein, um einzigartige und manchmal auch seltsame Erfahrungen zu kreieren. 

Philip unterrichtet Spiele-Design durch und mit Theater, digitaler Theatertechnologie und ist an mehreren Open Source Projekten beteiligt. Philip ist Teil des Theaterkollektivs machina eX (real life game theatre) und gemeinsam entwickeln sie spielbare Theaterstücke, die zugleich begehbare Computerspiele sind. machina eX forscht seit 2010 an der Schnittstelle von Theater und Computerspiel. Das siebenköpfige Medientheaterkollektiv produziert partizipatives Game-Theater. machina eX kombiniert moderne Technologien mit Mitteln des klassischen Illusionstheaters, Gamedesign und Literatur und schafft so immersive Theatererfahrungen. Seit ihrer Gründung haben sie in Europa, den USA und Großbritannien über 25 Live-Games entwickelt.

In seiner Freizeit bastelt Philip an Code, der Formen füllt und Storytelling Werkzeuge oder 3D-gedruckte Modelle von Dingen, die mal mehr, mal weniger nützlich sind, erzeugt. Sein Herz schlägt für Open Source Hardware und er träumt von Fablabs und elektronischen Elefanten.

Während seiner virtuellen Künstlerresidenz wird Philip an einem interdisziplinären Performance-Projekt  mit dem Arbeitstitel "The Hitchhiking Robot" arbeiten - einer Kollaboration mit lokalen Künstler*innen und Technologie-Talenten.
 

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