Arrival City: Ciudades de Llegada

ÜBER DAS PROJEKT

Lima Chicha.  Foto Quelle : http://polortiga.blogspot.pe/ © Pool Olortiga Ramirez / creativescommons.org / Foto: http://polortiga.blogspot.pe/

Zum Umgang moderner Gesellschaften mit Migrationsbewegungen

Migration ist derzeit eines der zentralen Themen in Europa. 45 Prozent der Europäer und Europäerinnen und 50 Prozent aller Deutschen sehen Migration aufgrund der großen Einwanderungsbewegungen 2015 aktuell als Problem. Das ergab eine Umfrage des Eurobarometer im Auftrag der Europäischen Union, die im Dezember 2016 veröffentlicht wurde.

Die Sorgen, die sich die Menschen angesichts der Migrationsbewegung machen, führen zu sehr gegensätzlichen Reaktionen, von aggressivem Populismus gegen Immigranten aller Art bis zur empathischen Aufnahme von Flüchtlingen und enormem privatem Engagement.
Als Antwort auf diese Entwicklungen wird das Goethe-Institut Peru mit Sitz in Lima, sowie die Institute in Buenos Aires, Caracas, Montevideo, Porto Alegre, Rio de Janerio, Sao Paulo und Santiago de Chile, dieses Thema und deren Wirkung in den folgenden zwei Jahren näher vertiefen.

Die Sehnsucht nach einem besseren Leben

Kriege, Armut oder der Klimawandel auf der einen Seite, Neugier auf fremde Welten, Erweiterung von persönlichen und Arbeitsbiographien in einer globalisierten Welt auf der anderen Seite führen zu neuen Migrationsströmen und Mobilität. In Europa bestimmen sie derzeit das politische und gesellschaftliche Handeln. War Europa über Jahrhunderte ein von Auswanderung geprägter Kontinent, muss es nun lernen, dass es zu einem Einwanderungskontinent geworden ist.
 
Zuwanderung ist auch das Grundmotiv und das Narrativ vieler Städte in Südamerika, die sich in kurzer Zeit zu Megalopolen entwickelt haben. Die Wanderungsbewegungen hatten hier ihren Ursprung meist in der Einwanderung aus Europa und vielen anderen Ländern der Welt. Auch die durch Armut und interne politische Konflikte verursachte Landflucht prägt dieses Phänomen entscheidend mit. Sao Paulo wuchs von ca. 65.000 Einwohnern 1890 auf 18 Millionen heute, also in etwas über 125 Jahren an (im Schnitt 1/12 Mio. pro 10 Jahre). Lima schaffte den Sprung von knapp über 800.000 (1940) auf ungefähr 10 Millionen heute in etwa 75 Jahren: pro Jahrzehnt ist die Stadt also um über eine Million Einwohner gewachsen!
Was die meisten Zugezogenen vereint, ist die Sehnsucht nach einem besseren Leben.
 
Auf diesen Seiten werden die verschiedenen Projekte und Aktivitäten präsentiert, die die beteiligten Goethe-Institute gemeinsam mit lokalen und internationalen Partnern bereits umgesetzt haben und in der Zukunft noch veranstalten werden.