Rückblick auf die Veranstaltungsreihe
DIE ANGST VOR DEM FREMDEN

12.05.2017 | AREQUIPA - VORTRAG UND LESUNG

Panel © Goethe-Institut Perú In einem Abend zu Migration stellte die Expertin für Interkulturelle Kommunikation Heidrun Friese ihre Thesen zum Thema „Die Angst vor dem Fremden. Migration und Identität in der globalisierten Welt“ vor.

Der Autor Deniz Utlu las aus seinem 2014 veröffentlichten Roman „Die Ungehaltenen“.

 

16.05.2017 | AUTOREN IM DIALOG

Autoren im Dialog 1 © Goethe-Institut Perú / Andrés García Deniz Utlu und Cesar Vera tauschten sich über ihr kreatives Schreiben aus und unterhielten sich mit Studierenden unterschiedlicher Fakultäten über die Rolle des Schriftstellers in der heutigen Gesellschaft.

Zum Nachsehen: Die Veranstaltung bei YouTube

 

17.05.2017 | LESUNG UND GESPRÄCH „DIE UNGEHALTENEN“ MIT DENIZ UTLU. IN SPANISCH EINGESPROCHEN VON CÉSAR VERA

Lesung 2 © Goethe-Institut Perú / José Orihuela Eine junge Generation erobert die deutsche Literaturszene, für die Fragen nach der eigenen Identität längst nicht mehr mit nationalen Grenzen verbunden sind. Kulturelle und geographische Mobilität sind heute selbstverständlicher Bestandteil vieler moderner Biographien.

So bewegt sich auch Deniz Utlus junger Protagonist Elyas, Sohn türkischer Einwanderer, zwischen deutscher und türkischer Kultur, Berlin und Istanbul – ein „young angry man“, der den Ursprung seiner Wut nicht wirklich zu lokalisieren vermag und sie gegen seine Heimatstadt Berlin richtet.  Von den Menschen um ihn herum und „der Gesellschaft“ wird er ständig mit der Frage nach Identität und Integration konfrontiert und ist doch eigentlich nur mit dem Tod des eigenen Vaters beschäftigt.

Wie leben Menschen der zweiten Einwanderergeneration in Deutschland? Mit welcher gesellschaftlichen Haltung sind sie konfrontiert? Und wie begegnen sie dieser? Im Gespräch mit Deniz Utlu erfuhren wir mehr über die deutsche Lebensrealität heute und konnten Parallelen zu Migrationsentwicklungen in Lima und Peru ziehen.

Lectura en Vivo „LOS CAIDOS“ („DIE UNGEHALTENEN“) (YouTube, Goethe-Institut Peru)
 

 

18.05.2017 | RUNDER TISCH: ANGST VOR DEM FREMDEN – REALE BEDROHUNG ODER DEMAGOGIE?

Heidrun Friese © Goethe-Institut Perú / Andrés García Zu einem deutsch-französisch-peruanischen Gespräch über die Bedeutung migratorischer Bewegungen für unsere heutige Gesellschaft trafen sich die Expertin für interkulturelle Kommunikation Heidrun Friese, der Soziologe Dominique Wolton und die Politikwissenschaftlerin Adriana Urrutia.

Sie sprachen über Fragen staatlicher Migrationspolitiken, kultureller Identität und die Gefahr ihrer populistischen Vereinnahmung.  Moderiert wurde die Veranstaltung vom Politikwissenschaftler Oscar Vidarte.

 

 

19.05.2017 | FLÜCHTLINGE: OPFER – BEDROHUNG – HELDEN

Prof. Friese 2 © Goethe- Institut Perú / Martín León In ihrem neusten Buch, das voraussichtlich im August 2017 erscheinen wird, untersucht die Anthropologin Heidrun Friese die Macht der sprachlichen Bilder, welche die gesellschaftspolitische Debatte prägt, und geht den kontroversen gesellschaftlichen Imaginationen von den Geflüchteten nach: Die Figur des „Fremden“ als Bedrohung artikuliert den Rassismus des Populismus und legitimiert Sicherheitspolitiken. Humanitäres, religiös-ethisches Handeln hingegen fasst Geflüchtete als Opfer, die der Hilfe bedürfen. In einer dritten Perspektive wird das Überschreiten von Grenzen zum heroischen Akt stilisiert und antikapitalistischen Kämpfen eingeschrieben.

Im Gespräch erläuterte Heidrun Friese ihre Beobachtungen und präsentierte ein anderes Bild vom Flüchtling.


REFUGIADOS: VÍCTIMAS - AMENAZA - HÉROES con Heidrun Friese (YouTube, Goethe-Institut Peru)


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