Fremde Heimat - Porto Alegre 2018

piano © Goethe-Institut Porto Alegre

Fremde Heimat

Das Brasilianisch-deutsche Theaterprojekt „Fremde Heimat” erzählt vom Leben der Nachkommen deutscher Aussiedler. Der doku-fiktionale Abend versammelt Schauspieler*innen, Performer*innen und Musiker*innen aus deutschstämmigen Familien aus Porto Alegre. Sie sind Rechercheure in eigener Sache, tauchen in ihre Familiengeschichte ein, befragen Eltern und Großeltern, ergründen das Verhältnis zu ihrem Land und dem ihrer Vorfahren: Indigene Brasilianer, Portugiesen, Spanier, Italiener, befreite Sklaven aus Afrika - und Deutsche. Im Zentrum steht die Frage nach der Identität, die im Zuge migrantischer Sozialisation entsteht. Welche Rolle spielen zum Beispiel Verwandte in der alten Heimat, so es noch welche gibt?

Estrano Lar/Fremde Heimat/Foreign Homeland - Brasilianisch-deutsches Theaterprojekt

Die Erfahrungen der Fremdheit und der Aufbau einer neuen Existenz hinterlassen Spuren im Familiengedächtnis. Die Notizen der Projekt-Teilnehmer, ihre Rechercheergebnisse, Interviews, Bilder, Phantasien sind die Grundlage eines Abends, der Familiengeschichten erzählt und von den Folgen berichtet, die Migrationsbewegungen haben. Die Ergebnisse der Recherche in der eigenen Familie werden in Interviews erfragt, direkt verwendet oder fiktional überformt.

Als „neuer Deutscher“ kommt Thomas dazu. Er landet in Brasilien und interessiert sich für die Familiengeschichten deutschstämmiger Brasilianer. Es stellt sich allerdings schnell die Frage, ob Thomas tatsächlich einen deutschen Pass besitzt und wem er seine deutschen und italienischen Sprachkenntnisse verdankt.  
 
Jürgen Berger leitet die Recherche und entwickelt den zugrunde liegenden Text. Nach der Recherche werden die brasilianischen Schauspieler*innen, Performer*innen und Musiker*innen, die in ihren Familie recherchiert haben, zu Darsteller*innen. Sie spielen ihre Familiengeschichten.
 
Die Inszenierung von „Fremde Heimat“ liegt in den Händen der Regisseurin  Mirah Laline. Sie recherchierte zusammen mit Jürgen Berger, lebt in Porto Alegre, schloss 2013 an der Universidade Federal do Rio Grande do Sul (UFRGS) in Porto Alegre ihr Regiestudium ab und studierte mit einem DAAD-Stipendium Regie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch.

Mit
Camila Falcao, Porto Alegre, Schauspielerin, Sängerin
Martina Fröhlich, Porto Alegre, Schauspielerin, Musikerin
Karin Salz-Engel, Porto Alegre, Pianistin, Performerin
Philipe Philippsen, Porto Alegre, Schauspieler, Musiker
Thomas Prenn, Staatstheater Karlsruhe, Schauspieler
 
„Fremde Heimat“ entsteht mit Unterstützung des Goethe Instituts Porto Alegre und in Zusammenarbeit des Produktionsbüros Primeira Fila Porto Alegre mit dem Staatstheater Karlsruhe.

Das Projekt wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.

Badisches Staatstheater © Badisches Staatstheater
Kulturstiftung des Bundes © Kulturstiftung des Bundes
 

  • Porto Alegre 2018 © Goethe-Institut Porto Alegre
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