Die Angst vor dem Fremden. Migration und Identität in der globalisierten Welt.

Die Angst vor dem Fremden. Migration und Identität in der globalisierten Welt. Sea Watch 2016 © Fabian Melber Logo © Fonds Elysee

Ein Projekt des Goethe-Instituts Peru und der Alianza Francesa Peru in Kooperation mit der Pontificia Universidad Católica del Perú, unterstützt vom Deutsch-Französischen Kulturfond

Interdisziplinäres Programm mit Dominque Wolton (Frankreich), Greg Germain (Frankreich), Heidrun Friese (Deutschland), Deniz Utlu (Deutschland), Adriana Urrutia (Perú), Cesar Vera (Peru)

Das Projekt findet im Rahmen von “Europa Mobil”, dem thematischen Schwerpunkt des Netzwerkes EUNIC und des Europa-Monats der EU-Delegation in Peru statt.

Migration ist derzeit das Thema Nummer Eins in Europa. Es ruft sehr gegensätzliche Reaktionen hervor, von aggressivem Populismus gegen die Immigrant*innen bis zum empathischen Empfang mit offenen Armen. In Deutschland und Frankreich erscheinen viele Veröffentlichungen zu diesem Thema. Schriftsteller*innen, Wissenschaftler*innen und Journalist*innen versuchen das Phänomen zu analysieren und aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.

Europa hat in dieser Hinsicht einen bedeutungsvollen Wandel vollzogen: Von einem Auswanderungskontinent hin zu einem Einwanderungskontinent. Die Gesellschaften haben diesen Wandel jedoch nicht in der gleichen Geschwindigkeit nachvollzogen und bisher nicht die notwendigen Rahmenbedingungen hergestellt, um die massenhafte Einwanderung zu kontrollieren und die Menschen zu integrieren.

Ganz im Gegenteil: Die Angst vor dem Fremden hat zugenommen, eine Angst, die von den Populist*innen instrumentalisiert wird, um ihre Macht zu festigen - sowohl in Frankreich wie in Deutschland (und anderen europäischen Ländern). Die Fragen nach dem Wandel von nationalen Identitäten und der Integration der neu Angekommenen steht im Zentrum vieler politischer Debatten.

Auch in Peru ist Migration für Lima und viele andere Städte prägend und birgt bis heute Konfliktpotenzial. Der Zuzug geschah sowohl aus anderen Ländern und Kontinenten als auch vom ländlichen in den urbanen Raum. Das Gesicht von Lima – aber auch von anderen Groß- und Riesenstädten weltweit ist geprägt durch diese Zuwanderung.

Die zentralen Fragen sind: Welche Wege werden Frankreich und Deutschland in Hinblick auf die Einwanderungsbewegungen einschlagen und auf welchem Weg befindet sich Peru? Welches sind die geeigneten Mittel, um gegen die Angst vor dem Fremden zu kämpfen und eine veränderte, moderne und adäquate deutsche oder französische Identität herzustellen, die den durch Migration und Globalisierung verursachten Veränderungen gerecht wird? Worin bestehen die Aufgaben für die Städte, die sich schon längst in "arrival cities", Ankuftsstädte verwandelt haben?